Die Filmbesuche des Kinogehers lassen sich nicht als triviale Zerstreuung verstehen, sie offenbaren ihm die Einsamkeit und Hilflosigkeit seiner Suche. Doch jene Suchen, von denen die Filme erzählen, sind verfälscht: Der Held und Außenseiter endet glücklich als Konformist in der Menge. Die Mutter des Kinogehers, die ihr Kind der vornehmen Verwandtschaft überließ, als sie den einfachen zweiten Mann heiratete, eine Schafferin, die das hier und jetzt Notwendige ohne viel Worte tut, gibt dem Sohn einen Hinweis, als sie in ihrer unsentimentalen Art ihm von der Unrast und den Depressionen seines Vaters, des Arztes, berichtet. Schließlich findet der Kinogeher einen Weg, auf dem er zu suchen beginnen kann. Der Weg führt fort von leicht verdientem Geld und schönen Mädchen, fort auch von spektakulärer Leistung ... »Eine seltene wahre Geschichte« nennt der Üersetzer Peter Handke den Roman, den ersten des Autors, der 1961 mit dem National Book Award ausgezeichnet wurde und Walker Percy sofort bekannt machte.
Ignatius J. Reilly of New Orleans, --selfish, domineering, deluded, tragic and larger than life-- is a noble crusader against a world of dunces. He is a modern-day Quixote beset by giants of the modern age. In magnificent revolt against the twentieth century, Ignatius propels his monstrous bulk among the flesh posts of the fallen city, documenting life on his Big Chief tablets as he goes, until his maroon-haired mother decrees that Ignatius must work.
Der moderne Mensch will das Leben immer stärker planen und kontrollierbar machen. Er treibt einen unglaublichen technischen Aufwand, nur um sich sicherer zu fühlen. Dahinter steckt ein ängstliches Ich, das sich von der Welt bedroht fühlt. Alan Watts zeigt den Weg in eine tiefere Dimension des Bewusstseins, in der man dem Leben vollkommen offen und furchtlos zu begegnen lernt.
Zwei ehemalige Pariser Büroangestellte, durch eine Erbschaft finanziell unabhängig geworden, ziehen aufs Land, entdecken dort ihren Intellekt und widmen sich nun den großen Themen ihrer Zeit sowie den Wissenschaften. Und das in rascher Folge. Egal, wie komplex ein Zusammenhang auch sein mag, Bouvard und Pécuchet fühlen sich berufen mitzureden. Nicht gerade von Selbstzweifeln gehindert stürzen sie sich in Theorie und praktischer Anwendung eifrig auf immer neue Themen – auf Landwirtschaft und Liebe, Medizin und Politik, Religion und Pädagogik, Geschichte und Naturwissenschaften ... Natürlich stolpern die dilettierenden Anfänger dabei von Verlegenheit zu Peinlichkeit, von Scheitern zu Scheitern. Gustave Flauberts unvollendet gebliebener satirischer Schelmenroman (er starb buchstäblich bei der Arbeit; das Ende des letzten Kapitels konnte er nur noch skizzieren) ist eine Auflehnung gegen die menschliche Dummheit, die er in all ihren Formen schildert und anprangert. Und er ist ein stets amüsanter Gang durch die Welt des Wissens des 19. Jahrhunderts – an der Seite zweier Biedermänner, die wesentliche Charakteristika des „Wutbürgers“ unserer Zeit tragen.
Die Nummer 1 aus England Jeder kennt diesen einen Moment, der die Weichen neu stellt und alles verändert. Und wenn man das Leben zurückspulen könnte wie eine VHS-Kassette, dann würde man auf diesen Moment spulen - um sich anders zu entscheiden. 1985: Callum ist ein glücklich verheirateter Familienvater. Die Studentin Kate ist bildschön und gewohnt, sich das zu nehmen, was sie braucht. Sie begegnen sich - und begehren einander mit solch einer Macht, dass es ihrer beider Leben beinahe zerstört. Aber nur beinahe. Siebzehn Jahre später treffen sie sich wieder. Das Leben hat auf den Moment der Entscheidung zurückgespult. Sie können noch einmal wählen. Doch das Leben verfolgt einen eigenen Plan. »Ruth Jones ist eine hervorragende Menschenkennerin, die weiß, warum wir die Fehler begehen, die wir begehen. Ich habe mit jedem einzelnen Charakter mitgefühlt. Man kann diesen Roman nicht aus der Hand legen.« Jojo Moyes »Ruth Jones lotet in ihrem großartigen Debüt "Alles Begehren" die Abgründe von Leidenschaft und Ehebruch aus.« Für Sie »Und wenn man das Leben zurückspulen könnte, dann würde man dorthin spulen - um sich diesmal anders zu entscheiden. Doch noch nie zuvor wurde von diesem einschneidenden, alles verändernden Augenblick so eindringlich erzählt wie in "Alles Begehren".« Leserin
Vollgepumpt mit Alkohol, Testosteron und einem eher ungesunden Maß an Selbstvertrauen, pendelt John Self zwischen London und New York, um seinen ersten eigenen Film zu realisieren. Doch trotz Dauerrausch gibt es immer wieder Situationen, in denen John klar wird, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt. Ein rasanter, böser Roman und ein unbestrittener Höhepunkt im Werk von Martin Amis.
Moses, Big City, Fünf-nach-zwölf und die anderen setzen große Hoffnungen in ihr neues Leben im »Zentrum der Welt«, so nennen sie das London der Nachkriegszeit. Sie sind aus der Karibik hierhergekommen, jetzt staunen sie über die Dampfwolken vor ihren Mündern. Und wenn der Wochenlohn wieder nicht reicht, jagen sie eben die Tauben auf dem Dach. Kapitulation? Niemals! Stattdessen beginnen die Überlebenskünstler, sich neu zu erfinden – und ihre neue Heimat gleich mit. Samuel Selvons Ton zwischen kreolischem Straßenslang und balladesker Suada setzt sich sofort ins Ohr. Bedingungslos aufrichtig erzählt Selvon von den ersten Einwanderern Englands, die das Land für immer verändert haben – sein Denken, seine Sprache, sein Selbstverständnis. Die literarische Entdeckung!
Alle Romane von John le Carré jetzt als E-Book! - Bonn in den 60er Jahren: Ein kleiner Beamter der britischen Botschaft verschwindet - und mit ihm ein äußerst brisantes Geheimdossier. Auf ihn angesetzt wird Alan Turner, ein Beamter der Londoner Spionageabwehr. Doch dieser erkennt bald, daß auch er nur ein Spielball der politischen Mächte ist.
In einem verfallenen Anwesen nahe Edinburgh kommt ein Grauen ans Licht, das besser verborgen geblieben wäre ... In einer tiefen Schlucht nahe Edinburgh wird die Leiche eines Mannes gefunden, fürchterlich zugerichtet und über und über mit Tattoos bedeckt. Kaum hat Inspector Tony McLean den Tatort besichtigt, versetzt ein weiteres schockierendes Verbrechen die schottischen Behörden und Medien in Aufruhr: Der Politiker Andrew Weatherly hat zuerst seine Frau und seine beiden kleinen Töchter erschossen, dann sich selbst. Warum lief der angesehene Mann plötzlich Amok? McLean soll für rasche Aufklärung des Falls sorgen. Doch als er einen Zusammenhang zwischen dem tätowierten Toten, der Familientragödie und den einflussreichen Kreisen Edinburghs entdeckt, begibt er sich auf gefährliches Terrain ...
Es sollte sein Opus magnum werden, ein schonungsloses Sittenbild proustscher Dimension doch Capote konnte und wollte es nicht abschließen. Gleichwohl ist Erhörte Gebete sein konsequentestes Werk, eine giftgesättigte Abrechnung mit der feinen Gesellschaft. Hier schildert Capote die Reichen und Mächtigen, die Verrückten und Verruchten, all jene, die ihn jahrelang als ihr Schoßhündchen betrachtet hatten. Als das erste Kapitel des Schlüsselromans Mitte der Siebzigerjahre in Esquire abgedruckt wurde, erkannten Capotes Freunde, dass das Schoßhündchen durchaus auch zubeißen konnte: Plötzlich waren ihre intimsten Geheimnisse - vom Seitensprung bis zum vertuschten Mord - schwarz auf weiß nachzulesen. "Es ist sehr schwierig, Gentleman und Schriftsteller zu sein", hat W. Somerset Maugham einmal bemerkt. Mit Erhörte Gebete entschied sich Capote eindeutig für Letzteres.
1968: Am Hafen von Leningrad müssen der junge Alexander Karpenko und seine Mutter auf der Flucht vor dem KGB entscheiden, auf welches Schiff sie sich als blinde Passagiere schleichen. Eines fährt nach Großbritannien, eines in die USA. Der Wurf einer Münze soll das Schicksal von Alexander und Elena besiegeln ... Über eine Zeitspanne von dreißig Jahren und auf zwei Kontinenten entfaltet sich in Jeffrey Archers neuem Roman eine Geschichte von einmaliger Spannung und Dramatik - eine Geschichte, die man nicht wieder vergisst.
Der Tanqueuer ist in der feinen Küche New Orleans ́ ein unerläßliches Messer. In der Hand eines begnadeten Meisterkochs kann sich die hilfreiche Klinge in ein vorzügliches Mordwerkzeug verwandeln. Jacques Forte alias Joseph Fontenot alias James French stirbt so den würdigen Tod eines kulinarischen Hochstaplers und verblutet stilecht beim festlichen Preisverleihungsbankett der Great Chefs of New Orleans.
Ein bezauberndes Aschenputtelmärchen aus dem England der 30er-Jahre Viola Withers Leben ist gerade alles andere als märchenhaft. Arm wie eine Kirchenmaus ist die junge Witwe dazu gezwungen, mit der Familie ihres verstorbenen Ehemannes unter einem Dach ein eher freudloses Dasein zu fristen. Der mürrische Mr. Wither ist ein tyrannischer Geizhals, der keinen Hehl daraus macht, wie wenig er von seiner Schwiegertochter hält, und Violas Schwägerinnen sind beide keinen Deut besser. Allein die Aussicht auf den großen Wohltätigkeitsball kann Violas Laune heben – besonders, da Victor Spring ebenfalls dort sein wird, Spross der wohlhabendsten Familie am Ort und in Violas Augen ein wahrer Märchenprinz. Doch Victors Absichten in Bezug auf Viola sind, kurz gesagt, nicht besonders ehrenhaft ...
Dämmerung setzt ein, als der Schein einer Schaufensterlampe den jungen, noch unbekannten Maler Claude Monet in eine Pariser Buchhandlung lockt. Dort lernt er Camille Doncieux, ein Mädchen aus reichem Hause, kennen und verfällt vom ersten Augenblick an ihrer Schönheit. Um ihre Liebe leben zu können, müssen sich die beiden gegen alle gesellschaftlichen Konventionen durchsetzen. Doch schon bald stellt sich heraus, dass ihr Glück vielmehr von Monets maßloser Leidenschaft zur Malerei überschattet wird ... Die Frau im grünen Kleid von Stephanie Cowell: als eBook erhältlich!
Ignaz J. Reilly - ein 'Wirrkopf von Gottes Gnaden, ein fetter Don Quijote, ein perverser Thomas von Aquin' und in der Tat einer der originellsten Helden, den die amerikanische Literatur je hervorgebracht hat. Eines Tages nun wird dieser sich bisher stoisch jeder produktiven Betätigung verweigernde Fleischberg von seiner Mutter gezwungen, sich nach einem Job umsehen. Reillys berufliche Odyssee führt ihn von einer heruntergekommenen Hosenfabrik - in der er das Problem der Ablage mit Hilfe des Papierkorbs löst und eine Revolte unter den schwarzen Arbeitern anzettelt - ins French Quarter von New Orleans, wo ihm ein fahrbare Wurststand anvertraut wird. Aber auch dieser Beruf bietet keine Zukunft, denn als Hot-Dog-Verkäufer ist er sein bester Kunde. Ignaz trägt sich indes bald mit neuen Plänen - Er wird eine Partei gründen, eine Partei der Sodomiten.

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