Uns modernen Menschen erscheint die Sesshaftigkeit so natürlich wie dem Fisch das Wasser. Wie selbstverständlich gehen wir und auch weite Teile der historischen Forschung davon aus, dass die neolithische Revolution, in deren Verlauf der Mensch seine nomadische Existenz aufgab und zum Ackerbauer und Viehzüchter wurde, ein bedeutender zivilisatorischer Fortschritt war, dessen Früchte wir noch heute genießen. James C. Scott erzählt in seinem provokanten Buch eine ganz andere Geschichte. Gestützt auf archäologische Befunde, entwickelt er die These, dass die ersten bäuerlichen Staaten aus der Kontrolle über die Reproduktion entstanden und ein hartes Regime der Domestizierung errichteten, nicht nur mit Blick auf Pflanzen und Tiere. Auch die Bürger samt ihrer Sklaven und Frauen wurden der Herrschaft dieser frühesten Staaten unterworfen. Sie brachte Strapazen, Epidemien, Ungleichheiten und Kriege mit sich. Einzig die »Barbaren« haben sich gegen die Mühlen der Zivilisation gestemmt, sich der Sesshaftigkeit und den neuen Besteuerungssystemen verweigert und damit der Unterordnung unter eine staatliche Macht. Sie sind die heimlichen Helden dieses Buches, das unseren Blick auf die Menschheitsgeschichte verändert.
A vibrant portrait of the "original affluent society†?--the Bushmen of southern Africa--by the anthropologist who has spent much of the last twenty-five years documenting their encounter with modernity. If the success of a civilization is measured by its endurance over time, then the Bushmen of the Kalahari are by far the most successful in human history. A hunting and gathering people who made a good living by working only as much as needed to exist in harmony with their hostile desert environment, the Bushmen have lived in southern Africa since the evolution of our species nearly two hundred thousand years ago. In Affluence Without Abundance, anthropologist James Suzman vividly brings to life a proud and private people, introducing unforgettable members of their tribe, and telling the story of the collision between the modern global economy and the oldest hunting and gathering society on earth. In rendering an intimate picture of a people coping with radical change, it asks profound questions about how we now think about matters such as work, wealth, equality, contentment, and even time. Not since Elizabeth Marshall Thomas's The Harmless People in 1959 has anyone provided a more intimate or insightful account of the Bushmen or of what we might learn about ourselves from our shared history as hunter-gatherers.
Ein fesselnder Dokumentarbericht über Leben, Kultur und Mythen der Buschmänner. Ein Versuch der Sühne und Versöhnung. Es sind Kindheitserinnerungen, Geschichten aus dem Munde der Eltern und lückenhafte Berichte von Jägern, die im jungen van der Post den Plan legen, eine abgeschieden lebende Gruppe der Buschmänner aufzuspüren. Doch erst als Erwachsener findet er Muße und Mittel, den Jugendtraum zu verwirklichen. Begleitet von eingeborenen Helfern, dringt er in die südafrikanische Wüstensteppe der Kalahari ein.
Unser Trauma: eine Gesellschaft ohne Gemeinschaft. »Entbehrungen machen dem Menschen nichts aus, er ist sogar auf sie angewiesen; worunter er jedoch leidet, ist das Gefühl, nicht gebraucht zu werden. Die moderne Gesellschaft hat die Kunst perfektioniert, Menschen das Gefühl der Nutzlosigkeit zu geben. Es ist an der Zeit, dem ein Ende zu setzen.« Sebastian Junger Warum beschließen Soldaten nach ihrer Rückkehr aus dem Krieg und in die Heimat, sich zu neuen Einsätzen zu melden? Warum sind Belastungsstörungen und Depressionen in unserer modernen Gesellschaft so virulent? Warum erinnern sich Menschen oft sehnsüchtiger an Katastrophenerfahrungen als an Hochzeiten oder Karibikurlaube? Mit Tribe hat Sebastian Junger eines der meistdiskutierten Werke des Jahres vorgelegt. Er erklärt, was wir von Stammeskulturen über Loyalität, Gemeinschaftsgefühl und die ewige Suche des Menschen nach Sinn lernen können.
»Ein Meisterwerk des investigativen Journalismus. Ein kluges, fesselndes Buch!« The Guardian Timbuktu ist ein Mythos – einst so reich, dass angeblich sogar die Sklaven Goldschmuck trugen, verfügt die abgelegene Stadt am Niger über einen ganz besonderen Schatz: eine der größten Bibliotheken mittelalterlicher Schriften. Als im Jahr 2012 die Stadt in die Hände von Islamisten fällt, droht die Vernichtung der Bücher. Doch eine Gruppe von Bibliothekaren und Archivaren schmuggelt die Bücher unter Lebensgefahr aus der Stadt. Eine große, meisterhafte Reportage über Menschen, die sich mutig der Vernichtung eines Wissensschatzes und Erbes der Menschheit entgegenstellen – und eine Zeitreise zu einer sagenumwobenen Stadt.
Today's financial system is seen by the most as having a fixed size. Bernard A. Litaer challenges this perspective by showing that there were different economic systems in history and that our present system has arisen from a tacit and problematic collective acceptance. He sees the future in the development of complementary currencies. He explains which money is necessary for which needs and how we can commonly create it. Money only exists because of trust -- where trust has been destroyed, money is loosing its value; chaos and poverty are sad consequences. Lietaer has written an exciting and informative book for anyone who is aware of economic problems, from interested laymen to bankers. Das Geld- und Finanzsystem, wie wir es heute kennen, wird von den meisten als feste Grosse, ja als gottgegeben betrachtet. Bernard A. Lietaer zeigt dagegen, dass es im Laufe der Geschichte ganz andere Systeme gegeben hat und unsere derzeitige Finanzordnung einer stillschweigenden -- inzwischen hochst problematischen -- kollektiven Ubereinkunft entspringt. Die Zukunft sieht er in der Entwicklung von komplementaren Wahrungen. Er erlautert, welches Geld wir fur welche Aufgabe benotigen und wie wir es gemeinsam erschaffen konnen. Denn Geld besteht nur aufgrund von Vertrauen. Wo dieses Vertrauen zerstort wird, verliert Geld seinen Wert; Chaos und Armut sind die traurigen Folgen. Lietaer hat ein ebenso spannendes wie informatives "Enthullungsbuch" geschrieben, das sich vom interessierten Laien uberneugierige Banker an alle wendet, die sich der Geldproblematik bewusst sind.
Angebot und Nachfrage, Rezession und Inflation sind Begriffe, die täglich und nicht nur im Wirtschaftsteil der Tageszeitung auftauchen. Aber was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Und was versteht man unter Makro- und Mikroökonomie? Welche Faktoren führen zu einer Inflation, warum gibt es Rezessionen und, last but not least, warum lieben Ökonomen freie Märkte und Konkurrenz? Sean Masaki Flynn gibt die Antworten zu diesen Fragen und bringt Ihnen damit die Grundzüge der Wirtschaft näher.
Als Nelson Mandela im Dezember 2013 starb, weinte nicht allein Südafrika. Die ganze Welt trauerte um den Mann, der seine ganze Kraft eingesetzt hatte, um eine stabile Demokratie aufzubauen. Über die Jahre bis zum Beginn seiner Präsidentschaft legte Mandela in seiner viel beachteten Autobiografie Zeugnis ab. Der Traum von einer neuen Gesellschaft war da noch lange nicht verwirklicht. Seinen Wunsch, auch über die entscheidenden Folgejahre zu schreiben, konnte Mandela sich jedoch nur teilweise erfüllen. Erst jetzt öffnet sich dank seiner Witwe und der Mandela Foundation der Zugang zu seinen außergewöhnlichen Präsidentschaftsjahren, ein unverstellter Einblick in Mandelas Wesen: seine bemerkenswerte Führungsstärke in der Wendezeit, seinen Pragmatismus, seine unverrückbaren Überzeugungen, sein unbeirrtes Streben nach dem Möglichen, seine persönlichen Kämpfe, seine Werte, Schwächen, Ängste und Triumphe, seine Enttäuschungen.
Heilgeheimnisse aus dem Regenwald und moderne Wissenschaft. Alberto Villoldo ist einer der bekanntesten und meistgelesenen Schamanen unserer Zeit. Als er eine niederschmetternde Diagnose bekommt – fünf verschiedene Arten von Hepatitis, toxische Bakterien im gesamten Körper und Parasiten im Gehirn – ist er dem Tode nah. Zum ersten Mal in seinem Leben steht er vor der Herausforderung, das Wissen, das er seit Jahrzehnten selbst lehrt, radikal an sich selbst anzuwenden. Mit Erfolg! Villoldo hat sich selbst geheilt – mit One Spirit Medizin, einer höchst wirksamen Synthese aus uralten schamanischen Methoden wie Fasten, Meditieren und Visionssuche und aktuellsten Erkenntnissen aus der modernen Wissenschaft. Diese umfassen das Entgiften von Körper und Geist durch Superfoods und Nahrungsergänzungsmittel, das Ausschalten der »Todesuhr« in unseren Zellen durch Beeinflussung der Mitochondrien, Energiearbeit zur Reparatur von Gehirn und Körper auf Quantenebene und eine revolutionäre Methode, in nur sechs Wochen einen grunderneuerten, vitalen und widerstandsfähigen Körper zu kreieren. Mit One Spirit Medizin gelingt Villoldo der lange überfällige Brückenschlag vom Jahrtausende alten schamanischen Erfahrungsschatz zu mordernsten medizinischen Erkenntnissen. Mit vielen Übungen und Rezepten.
Alexandra Fuller ist zwei Jahre alt, als ihre Eltern zu Beginn der Siebzigerjahre beschließen, ihrer englischen Heimat den Rücken zu kehren und nach Rhodesien - in das heutige Simbabwe - auszuwandern. Es ist ein hartes Leben voller Entbehrungen, das die Fullers erwartet, doch allen Widrigkeiten zum Trotz empfindet Alexandra schon früh eine fast schmerzhaft intensive Verbundenheit zu diesem faszinierenden Land voller exotischer Schönheit: Der Duft von schwarzem Tee und jungem Gras, das Rascheln der Tabakblätter im Wind, die flirrende Hitze und der Staub auf der Haut erfüllen sie mit einem Gefühl von Geborgenheit und Glück. Und selbst wenn sie schon in jungen Jahren lernen muss, was Bürgerkrieg und Flucht bedeuten, so ist Alexandra doch zutiefst verwurzelt mit dem Schwarzen Kontinent, der ihr zur über alles geliebten - zur einzigen Heimat wird.
Ein einzigartiger Blick auf den wahren Nelson Mandela. Zelda la Grange war fast zwanzig Jahre lang die persönliche Assistentin von Nelson Mandela. Eine junge weiße Frau, geprägt von der rassistischen Politik des südafrikanischen Apartheidregime. Die zunächst als Sekretärin für Mandela arbeitete und schließlich zu einer der engsten Vertrauten jenes Mannes wurde, der ihr jahrzehntelang als Feindbild gegolten hatte. Aus der Schreibkraft wurde eine Frau, die mit Nelson Mandela um die Welt reiste, bei Treffen mit Bill Clinton, Johannes Paul II, Yassir Arafat, Morgan Freeman und Gaddafi dabei war und die ihn bis zu seinem Tod begleitete. Und die wie keine andere den wahren Nelson Mandela kennenlernte. Jene außergewöhnliche Persönlichkeit, die niemanden unbeeindruckt ließ und zugleich überraschend humorvoll war. Eine Hommage an Mandelas inspirierendes Vermächtnis und ein Aufruf, dass es nie zu spät ist, ein besserer Mensch zu werden.
Max Webers beruhmtes Werk zur Wirtschaftsgeschichte, Nachdruck des Originals von 1923."

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