Warum soll man Schelling lesen? Weil er >in
Ziel dieser Studie ist es, ein umfassendes Bild des Denkens Moses Mendelssohns zu zeichnen. Dabei gelingt es der Verfasserin, Mendelssohns Ansatz radikal in den zeitgenössischen Debatten zu kontextualisieren und zugleich zu zeigen, welch vielfältige Anschlußmöglichkeiten dieser Ansatz zu seiner Zeit bot - und unter geänderten Rahmenbedingungen auch wieder verlor. Aus dem Inhalt: Die Bestimmung des Menschen Theorie der Sinnlichkeit Erkennen und Handeln Gesellschaftstheorie der Bildung, Aufklärung und Kultur Metaphysik als ›subjektive Theodizee‹ Ansätze zu einer rationalistischen Anthropologie
Die bisherige Forschung hat den anthropologischen Paradigmawechsel der europäischen Spätaufklärung (ca. 1750–1800) vorwiegend als einheitlichen Prozeß gedeutet und die Gegenstandsfelder jeweils nur sektoral abgehandelt. Der vorliegende Band geht einen anderen Weg. Er insistiert auf dem Zusammenhang von Konstruktions- und Gegenstandslogik in der Anthropologie und begreift ihn als Ausdifferenzierung im Spannungsfeld von physischem und sittlichem Menschen. Die Einzelstudien behandeln folgende Themen bzw. Interpretationsverfahren: Das Verhältnis von Soma und Pneuma; die Selbsterzeugung des Menschen im naturhistorischen Prozeß; Anthropologie und Zivilisationsgenese; Empirismus als anthropologische Erkenntnisform; Anthropologie und Utopie; fiktive Anthropologie als Erkenntnisverfahren; Philosophie, Wissenschaft und Mythos.
Am Ende des 15. Jahrhunderts wurde Europa von einer neuen Krankheit heimgesucht. �Franzosen�, �Blattern� oder �Morbus Gallicus� wurde sie von den deutschsprachigen Zeitgenossen genannt. Die Medizingeschichte identifizierte dieses Leiden, das eine Flut von Publikationen in lateinischer und deutscher Sprache ausl�ste, ueberwiegend mit der venerischen Syphilis. Die vorliegende Studie bricht mit dieser Tradition und rekonstruiert statt dessen das fruehneuzeitliche Verst�ndnis jener Krankheit im Rahmen der damaligen Konzeption des menschlichen K�rpers. Darueber hinaus untersucht die Autorin, inwieweit diese zeitgen�ssischen Vorstellungen die Therapie in den drei Franzosenhospit�lern der Reichsstadt Augsburg gestalteten. Die Untersuchung des Hospitalalltags macht zudem deutlich, welch gro�en Einflu� diese karitativen Einrichtungen auf die Entwicklung des modernen Krankenhauswesens ausuebten. "Claudia Stein hat eine rundum beeindruckende Arbeit vorgelegt, die bei ebenso umfangreichem wie intensivem Studium der Quellen und der internationalen Forschungsliteratur nie den Blick fuer die zahlreichen weitgehenden Perspektiven ihrer Forschung verliert und daher zahlreichen Diskussionsstoff bietet. Ungew�hnlich quellennah und detailliert in der Darstellung greift sie beherzt Hypothesen an, die vermittels der Abstinenz kritischer Detailforschung zuweilen gar als Tatsachenbehauptungen durchgegangen waren." Vierteljahrschrift fuer Sozial- und Wirtschaftsgeschichte "Steins's work deserves attention not only for its rigorousness, but also for its historiographical approach, one that takes into account the social and institutional context of the period, as well as the medical and non-medical ideas related to the body, health and sickness. This fine book admirably avoids a common a common pitfall: measuring Renaissance treatments against the standards of current medicine�" History and Philosophy of the Life sciences "�ein wichtiger Diskussionsbeitrag zur juengsten Debatte um die vielf�ltigen Funktionen fruehneuzeitlicher Hospit�ler, weshalb ihre Bedeutung auch weit ueber die Grenzen von Augsburg hinausgeht." Bayerisches Jahrbuch fuer Volkskunde.
In 18th century Germany, the academic establishment of scholarly concern with the phenomena of government and state was closely bound up with the history of the Prussian State University of Halle. Here we find a paradigmatic instance of the way in which the engagement with the idea of state and government itself became an integral factor in the emergence of a particular form of polity. The study is at once a study of early-modern structural change in political science against the backdrop of the history of ideas and an analysis of the university in terms of the sociology of milieu. The transformation in methodological attitudes and the political model of civic order resulting from it show up clearly in the intersection between scholarship and bureaucracy.
"Demokratie im Spannungsfeld der Geschichte" lautet das Stichwort, unter dem in diesem Lexikon Biographien deutscher Politiker und Schriftsteller vom 16. Jahrhundert bis 1945 versammelt worden sind. In den 420 Lebensläufen werden die Spannungen und Brüche des demokratischen Gedankens im Laufe von fünf Jahrhunderten sichtbar. Mit einem alphabetischen Verzeichnis der Biographien und einem chronologisches Verzeichnis nach Geburtsjahren der Porträtierten.
​Die Beiträge befassen sich mit der Verfassung des Politischen und bilden die wichtigsten Kernthesen von Hans Vorländer ab.
Der Sammelband erinnert zum einen an die Quellen des Faches Deutsch als Fremdsprache und zum anderen an den, der diese maßgeblich gespeist hat: Gerhard Helbig. Das vorliegende Werk vereint 21 Beiträge von Fachwissenschaftlern des Deutschen als Fremdsprache, Germanisten und Linguisten aus dem In- und Ausland, zu den folgenden Themenkreisen, die sich im engeren bzw. weiteren Sinne um die Leitlinien des Schaffens von Gerhard Helbig ranken: (Lerner-)Grammatik, Fragen der Valenz und Distribution sowie der Wortklassenzuordnung, Wortbildung, (Lerner-)Lexikographie/Phraseographie, Textsortenspezifika, Phonetik/Phonologie, Orthographie, Spracherwerb.
Jan Schiller, Kölner Hauptkommissar, hat ein paar Probleme zu viel: Er fühlt sich krank, eine neue, äußerst wortkarge Kollegin macht ihm das Leben schwer, und er muss einen Mörder finden, der bei seinen Opfern ein rotes Herz hinterlässt. Der Täter scheint Schiller zu kennen: Er schreibt ihm E-Mails und lässt in der ganzen Stadt rote Plastikherzen aufhängen, als seien sie ein geheimes Zeichen. Dann geschieht ein dritter Mord - doch diesmal hat der Mörder einen Fehler gemacht: Es gibt einen Zeugen. Reinhard Rohn, 1959 in Osnabrück geboren, lebt seit über zwanzig Jahren in Köln und arbeitet als Programmleiter in Berlin. Er hat zahlreiche Kriminalromane ins Deutsche übersetzt und bisher acht Spannungsromane veröffentlicht.
Die Tagungsbeitrage, die in diesem Band vereint sind, nahern sich der vermeintlichen Grauzone zwischen Antike und Mittelalter nicht nur interdisziplinar, sondern sowohl von der Antike als auch vom Mittelalter her an. Um dem betrachteten Phanomen in seiner Gesamtheit gerecht werden zu konnen, wurde bewusst der weitgefasste Begriff des -Ortes- gewahlt, eine einengende Beschrankung auf -Stadt- oder -Burg- vermeidend, und auch eine -Kontinuitat- sollte nicht suggeriert werden. Wie diese Beitrage zeigen, war es eben die Frage nach -Kontinuitat-, und weit wichtiger noch die Definition einer solchen, die fur die weitere Forschung ein weites Betatigungsfeld lasst: Es wurde deutlich, dass -Kontinuitat- nicht verstanden werden kann als ein alles umfassendes Phanomen, und oftmals auch nur durch ihr Nicht-Vorhandensein ins Zentrum der Uberlegungen ruckt."
Dieses Buch macht die Beiträge eines Workshops der Nationalen Akademie der Wissenschaften LEOPOLDINA zum Thema Umweltkrisen in Heidelberg im November 2014 der Öffentlichkeit zugänglich. Hochkarätige Experten diskutierten anhand von Beispielen die Veränderungen, die aus solchen Krisen und langsamen Parameteränderungen erwachsen und die mit ihrer Wahrnehmung verbundenen Bewertungsprobleme. Dabei wird das Thema sowohl aus natur- wie auch aus geisteswissenschaftlicher Sicht beleuchtet.
Der Band konturiert die Bedeutung der 'vernünftigen Ärzte' in Halle um Stahl, Krüger, Unzer, E.A. Nicolai, Bolten u.a. für die anthropologische Wende um 1750. Gezielt wird damit auf die Anthropologie vor der Anthropologie (i.S. Platners und der spätaufklärerischen 'philosophischen Ärzte'). Im Zentrum stehen 1.) die Entstehungsbedingungen von Anthropologie und Ästhetik (Baumgarten, Meier u.a.) im Kontext von Stahlianismus, Pietismus, Thomasianismus und Wolffianismus, 2.) die Vordatierung der Ursprünge der Anthropologie im deutschsprachigen Raum von der Spät- in die Frühaufklärung, 3.) die Gleichursprünglichkeit von Anthropologie und Ästhetik auf Grund eines vergleichbaren, antikartesianischen Impulses, d.h. die Supplementierung der herkömmlichen Logik um eine 'Logik der sensitiven Erkenntnis' (d.i. Ästhetik) und ein ganzheitliches, Leib und Seele umfassendes Menschenbild (d.i. Anthropologie). Die Beiträge leisten einen Beitrag zur Erforschung jener disziplinären Bereiche der Moderne, die vom Kartesianischen Wissenschaftsdispositiv verdrängt worden und in der Wissenschaftsgeschichtsschreibung unthematisch geblieben sind. Der antikartesianische Impuls von Ästhetik und Anthropologie um 1750 macht die 'vernünftigen Ärzte' anschlußfähig an heutige Überlegungen zu Psychosomatik und ganzheitlichen Therapieansätzen und bildet die Brücke zu einer 'Logik des Individuellen'.
Jeder Mensch hat ein Bild von der Welt; daneben gibt es gesellschaftlich geltende und funktionierende Weltbilder und Regeln. Beides zusammen erscheint als diffuse Gemengelage. Was für den Einzelnen passend und klar sein mag, kann zu Problemen führen, wenn etwas gemeinsam geplant, entschieden und verantwortet werden soll. Geographische Bildung muss die Frage nach der Vielfalt von Weltbildern in einer globalisierten Umwelt neu stellen. In den letzten Jahren wurden in der Humangeographie - mit teilweise ungewohnten Raumkonzepten - Kategorien für eine angemessene Analyse räumlich gebundenen und wirksamen Handelns entwickelt. Wenn sich diese bewähren, können sie plausible Orientierungen in der Komplexität und Kontingenz von Welt(an)sichten stiften. Dieses Buch gibt einen Einblick in die konzeptionellen Grundlagen dieser neuen Denkfiguren und veranschaulicht an unterschiedlichen Tatorten und Problemstellungen die unterrichtspraktische Umsetzung.

Best Books