In the UK and beyond, Down’s syndrome screening has become a universal programme in prenatal care. But why does screening persist, particularly in light of research that highlights pregnant women’s ambivalent and problematic experiences with it? Drawing on an ethnography of Down’s syndrome screening in two UK clinics, Thomas explores how and why we are so invested in this practice and what effects this has on those involved. Informed by theoretical approaches that privilege the mundane and micro practices, discourses, materials, and rituals of everyday life, Down’s Syndrome Screening and Reproductive Politics describes the banal world of the clinic and, in particular, the professionals contained within it who are responsible for delivering this programme. In so doing, it illustrates how Down’s syndrome screening is ‘downgraded’ and subsequently stabilised as a ‘routine’ part of a pregnancy. Further, the book captures how this routinisation is deepened by a systematic, but subtle, framing of Down’s syndrome as a negative pregnancy outcome. By unpacking the complex relationships between professionals, parents, technology, policy, and clinical practice, Thomas identifies how and why screening is successfully routinised and how it is embroiled in both new and familiar debates surrounding pregnancy, ethics, choice, diagnosis, care, disability, and parenthood. The book will appeal to academics, students, and professionals interested in medical sociology, medical anthropology, science and technology studies (STS), bioethics, genetics, and/or disability studies.
Many critical analyses of disability address important ‘macro’ concerns, but are often far removed from an interactional and micro-level focus. Written by leading scholars in the field, and containing a range of theoretical and empirical contributions from around the world, this book focuses on the taken-for-granted, mundane human activities at the heart of how social life is reproduced, and how this impacts on the lives of those with a disability, family members, and other allies. It departs from earlier accounts by making sense of how disability is lived, mobilised, and enacted in everyday lives. Although broad in focus and navigating diverse social contexts, chapters are united by a concern with foregrounding micro, mundane moments for making sense of powerful discourses, practices, affects, relations, and world-making for disabled people and their allies. Using different examples – including learning disabilities, cerebral palsy, dementia, polio, and Parkinson’s disease – contributions move beyond a simplified narrow classification of disability which creates rigid categories of existence and denies bodily variation. Disability, Normalcy, and the Everyday should be considered essential reading for disability studies students and academics, as well as professionals involved in health and social care. With contributions located within new and familiar debates around embodiment, stigma, gender, identity, inequality, care, ethics, choice, materiality, youth, and representation, this book will be of interest to academics from different disciplinary backgrounds including sociology, anthropology, humanities, public health, allied health professions, science and technology studies, social work, and social policy.
Im November 2002 hat Judith Butler mit überwältigendem Erfolg die Adorno-Vorlesungen an der Universität Frankfurt gehalten, die nun in einer deutlich erweiterten Fassung als Taschenbuch erscheinen. In ihrer Kritik der ethischen Gewalt geht sie der Frage nach, wie man angesichts einer Theorie des Subjekts, dessen Entstehungsbedingungen sich nie restlos klären lassen, dennoch die Möglichkeit von Verantwortung und Rechenschaft bewahren kann. In Auseinandersetzung mit Adorno, Cavarrero, Foucault, Lévinas und der Psychoanalyse zeigt Butler, daß jede dieser Theorien etwas ethisch Bedeutsames enthält, das sich aus den Grenzen ergibt, die jedem Versuch gezogen sind, Rechenschaft von sich selbst abzulegen: Noch in demjenigen, das wir »ethisches Scheitern« nennen, steckt eine ethische Wertigkeit und Bedeutsamkeit, und die Frage der Ethik erscheint genau an den Grenzen unserer Systeme der Verständlichkeit. »Mit dem Begriff der ›ethischen Gewalt‹ legt Butler den moralphilosophischen Kern von Adornos Denken frei.« Die literarische Welt
Krone der Schöpfung? Vor 100 000 Jahren war der Homo sapiens noch ein unbedeutendes Tier, das unauffällig in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents lebte. Unsere Vorfahren teilten sich den Planeten mit mindestens fünf weiteren menschlichen Spezies, und die Rolle, die sie im Ökosystem spielten, war nicht größer als die von Gorillas, Libellen oder Quallen. Vor 70 000 Jahren dann vollzog sich ein mysteriöser und rascher Wandel mit dem Homo sapiens, und es war vor allem die Beschaffenheit seines Gehirns, die ihn zum Herren des Planeten und zum Schrecken des Ökosystems werden ließ. Bis heute hat sich diese Vorherrschaft stetig zugespitzt: Der Mensch hat die Fähigkeit zu schöpferischem und zu zerstörerischem Handeln wie kein anderes Lebewesen. Anschaulich, unterhaltsam und stellenweise hochkomisch zeichnet Yuval Harari die Geschichte des Menschen nach und zeigt alle großen, aber auch alle ambivalenten Momente unserer Menschwerdung.
Der Band präsentiert die Ergebnisse der ersten umfassenden und systematischen Untersuchung genetischer Diskriminierung in Deutschland. Das empirische Material besteht aus einer Fragebogenerhebung und aus Interviews mit Betroffenen verschiedener genetisch bedingter Erkrankungen. Es zeigt, wie das genetische Wissen mit Kränkungen, Schuldzuweisungen und Stigmatisierungen einhergeht und Vorstellungen einer „genetischen Verantwortung“ mobilisiert. Die Untersuchungsergebnisse legen die Revision des klassischen Begriffs von genetischer Diskriminierung nahe und fordern zu einer Neuausrichtung der sozialwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema auf.
Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Epigenetik als ein Zweig der Molekulargenetik herausgebildet und erlebt einen regelrechten Hype. Die moderne Epigenetik vereint Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Lebenswissenschaften, der organischen Chemie, der Informatik und den Ingenieurwissenschaften bei der Beantwortung der Frage, wie Umwelteinflüsse die Genexpression langfristig und bis in die folgenden Generationen beeinflussen können. Der Band untersucht die wenig beachteten ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekte der Epigenetik aus interdisziplinärer Perspektive.
Nichtwissen wird überall dort sichtbar, wo sich neue Fragen stellen und Zweifel erheben, wo Widersprüche, Ambivalenzen und Mehrdeutigkeiten auf den Plan treten. Insbesondere Patienten erkennen im Zuge medizinischer Behandlungen, dass ihr Wissen begrenzt ist. Die einzelnen Beiträge analysieren, welche Erfahrungen Patienten machen, wenn sie sich innovativen Medizintechniken öffnen, deren Wirkungen nicht gänzlich absehbar und sicher sind. Ihre Befunde liefern einen grundlegenden Beitrag zur Debatte, wie – auch in rechtlicher und ethischer Hinsicht – die neuen Medizintechniken reflektiert werden können: Ein Plädoyer für die Diskursfähigkeit des Nichtwissens.
Wie werden wirtschaftliche und soziale Entwicklungen die Umwelt bis 2050 beeinflussen? Welche Maßnahmen sind nötig, um den wichtigsten ökologischen Herausforderungen zu begegnen, und mit welchen Konsequenzen müssen wir im Falle von politischer Untätigkeit rechnen? Der Umweltausblick liefert Analysen ökonomischer und ökologischer Trends. Im Zentrum der Projektionen stehen vier Bereiche, anhand derer sich die Zukunft unseres Planeten entscheiden wird: Klimawandel, Artenvielfalt, Wasser sowie Umwelt und Gesundheit.
Wie geht man damit um, wenn die eigenen Kinder ganz anders sind als man selbst, was bedeutet das für sie und ihre Familien? Und wie akzeptieren wir und unsere Gesellschaft außergewöhnliche Menschen? Ein eindrucksvolles Buch über das Elternsein, über die Kraft der Liebe, aber auch darüber, was unsere Identität ausmacht. Der Bestsellerautor Andrew Solomon hat mit über 300 Familien gesprochen, deren Kinder außergewöhnlich oder hochbegabt sind, die das Down-Syndrom haben oder an Schizophrenie leiden, Autisten, taub oder kleinwüchsig sind. Ihre Geschichten sind einzigartig, doch ihre Erfahrungen des „Andersseins“ sind universell. Ihr Mut, ihre Lebensfreude und ihr Glück konfrontieren uns mit uns selbst und lassen niemanden unberührt. »Solomon hat eine Ideengeschichte geschrieben, die zur Grundlage einer Charta der psychologischen Grundrechte des 21. Jahrhunderts werden könnte... Erkenntnisse voller Einsicht, Empathie und Klugheit.« Eric Kandel »Das vielleicht größte Geschenk dieses monumentalen, so faktenreichen wie anrührenden Werks besteht darin, dass es zum permanenten Nachdenken anregt.« Philip Gourevitch »Dieses Buch schießt einem Pfeil um Pfeil ins Herz.« The New York Times »Dies ist eines der außergewöhnlichsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe: mutig, einfühlsam und zutiefst menschlich... Seine Geschichten sind von meisterhafter Feinfühligkeit und Klarheit.« Siddhartha Mukherjee, Autor von ›Der König aller Krankheiten‹
Diese Ausgabe von "Die Hörigkeit der Frau" wurde mit einem funktionalen Layout erstellt und sorgfältig formatiert. John Stuart Mill (1806-1873) war ein englischer Philosoph und Ökonom und einer der einflussreichsten liberalen Denker des 19. Jahrhunderts. Er war Anhänger des Utilitarismus, der von Jeremy Bentham, dem Lehrer und Freund seines Vaters James Mill, entwickelt wurde. Aus dem Buch: "Bei allen zarteren Verrichtungen der Natur - von welchen die der belebten Schöpfung die zartesten und von diesen wieder die des Nervensystems die allerzartesten sind - hängen die Verschiedenheiten der Wirkung ebensowohl von der Verschiedenheit der betreffenden Organe nach ihrer Qualität wie nach ihrer Quantität ab, und wenn die Qualität eines Instrumentes nach der Feinheit und Sauberkeit des Werkes, das es verrichten kann, zu beurteilen ist, so weist dieser Schluß auf eine durchschnittlich feinere Qualität des Gehirnes und Nervensystems der Frauen als der Männer hin. Sieht man indes von allen abstrakten Unterschieden der Qualität ab, die zu belegen immer eine schwierige Sache bleibt, so weiß man doch, daß die Wirksamkeit eines Organes nicht allein von seinem Umfange, sondern von seiner Tätigkeit abhängt, und von dieser haben wir ein annäherndes Maß in der Kraft, mit welcher das Blut durch dasselbe zirkuliert, da sowohl der Stimulus wie die ersetzende Kraft hauptsächlich von dieser Zirkulation abhängt."
Four success stories of people with Down-Syndrome captured in an exceptional photo-portrait.

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