This strikingly original book examines how sport and ideas of physicality have shaped the politics and culture of modern Laos. Viewing the country's extraordinary transitions--from French colonialism to royalist nationalism to revolutionary socialism to the modern development state--through the lens of physical culture, Simon Creak's lively and incisive narrative illuminates a nation that has no reputation in sport and is typically viewed, even from within, as a country of cheerful but lazy people. Creak argues that sport and related physical practices--including physical education, gymnastics, and military training--have shaped a national consciousness by locating it in everyday experience. These practices are popular, participatory, performative, and, above all, physical in character and embody ideas and ideologies in a symbolic and experiential way. Embodied Nation takes readers on a brisk ride through more than a century of Lao history, from a nineteenth-century game of tikhi--an indigenous game resembling field hockey--to the country's unprecedented outpouring of nationalist sentiment when hosting the 2009 Southeast Asian Games. En route, we witness a Lao-Vietnamese soccer brawl in 1936, the fascist-inspired body ethic of the early 1940s, the novel modes of military masculinity that blossomed with national independence, the spectacular state theatrics of power represented by Olympic-inspired sports festivals, and the high hopes and frequent failures of socialist sport in the 1970s and 1980s. Of central concern in Creak's narrative are the twin motifs of gender and civilization. Despite increasing female participation since the early twentieth century, he demonstrates the major role that sport and physical culture have played in forming hegemonic masculinities in Laos. Even with limited national sporting success--Laos has never won an Olympic medal--the healthy, toned, and muscular form has come to symbolize material development and prosperity. Embodied Nation outlines the complex ways in which these motifs, through sport and physical culture, articulate with state power. Combining cultural and intellectual history with historical thick description, Creak draws on a creative array of Lao and French sources from previously unexplored archives, newspapers, and magazines, and from ethnographic writing, war photography, and cartoons. More than an "imagined community" or "geobody," he shows that Laos was also a "body at work," making substantive theoretical contributions not only to Southeast Asian studies and history, but to the study of the physical culture, nationalism, masculinity, and modernity in all modern societies.
Mit großer Spannung wurde sie erwartet, auch von Nicht-Katholiken: Die Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus nimmt die heute entscheidenden Themen in den Blick; es geht um die geht um soziale, ökologische und politische Zusammenhänge. Wohl selten war ein päpstliches Schreiben so aktuell und brisant und vor allem relevant für alle Gesellschaftsschichten und Menschen weltweit. Mit "Laudato si" beweist Franziskus, dass die Kirche nach wie vor eine unverzichtbare Stimme im Diskurs zur Gestaltung der modernen Welt ist. Wer verstehen will, wie Papst und Kirche die großen Herausforderungen unserer Zeit bestehen wollen, kommt an diesem Werk nicht vorbei. Ein Muss für jeden, der an den drängenden Fragen unserer Zeit interessiert ist.
Das kleine Standardwerk für alle, die sich einführend und dennoch umfassend mit dem Phänomen der Zeichen und Symbole im allgemeinen und dem der Schriftentwicklung im speziellen auseinandersetzen möchten! In der Verbindung von dem Text des großen Schriftenentwicklers Adrian Frutiger, der die Wurzeln von Symbolen und Schrift verständlich macht, und seinen Illustrationen wird dem Leser Theorie und Praxis der Zeichengestaltung anschaulich vermittelt.
Nach einem Vierteljahrhundert politischer Theoriemüdigkeit haben Hardt und Negri mit ihrer brillanten, provokanten und heiß diskutierten Analyse des postmodernen Kapitalismus im Zeitalter der Globalisierung das Denken wieder in Bewegung gebracht. Der Hoffnung auf die politische Gestaltbarkeit einer neuen, gerechteren Weltordnung haben sie damit ein anspruchsvolles theoretisches Fundament gegeben. "Eine grandiose Gesellschaftsanalyse, die unser Unbehagen bündelt und ihm eine Richtung gibt, für die in der Geschichte der Philosophie das Wort vom 'guten Leben' steht." Die Zeit "Das Jahrzehnt linker Melancholie ist vorüber." Neue Zürcher Zeitung
In ihrem Buch zeichnet Ruth Wodak den Weg rechtspopulistischer Parteien von den Rändern der politischen Landschaft in den Mainstream nach. Sie beschreibt, wie die politischen Akteure mit ebenso einfachen wie wirkungsvollen Mitteln ihren Parteien zu politischem Einfluss verhelfen und auch den Medien die Themen vorgeben.
Seit der Zeit der Renaissance ist unser Weltbild von einer zentralen Unterscheidung bestimmt: der zwischen Natur und Kultur. Dort die von Naturgesetzen regierte, unpersönliche Welt der Tiere und Dinge, hier die Menschenwelt mit ihrer individuellen und kulturellen Vielfalt. Diese fundamentale Trennung beherrscht unser ganzes Denken und Handeln. In seinem faszinierenden Buch zeigt der große französische Anthropologe und Schüler von Claude Lévi-Strauss, Philippe Descola, daß diese Kosmologie alles andere als selbstverständlich ist. Dabei stützt er sich auf reiches Material aus zum Teil eigenen anthropologischen Feldforschungen bei Naturvölkern und indigenen Kulturen in Afrika, Amazonien, Neuguinea oder Sibirien. Descola führt uns vor Augen, daß deren Weltbilder ganz andersartig aufgebaut sind als das unsere mit seinen »zwei Etagen« von Natur und Kultur. So betrachten manche Kulturen Dinge als beseelt oder glauben, daß verwandtschaftliche Beziehungen zwischen Tieren und Menschen bestehen. Descola plädiert für eine monistische Anthropologie und entwirft eine Typologie unterschiedlichster Weltbilder. Auf diesem Wege lassen sich neben dem westlichen dualistischen Naturalismus totemistische, animistische oder analogistische Kosmologien entdecken. Eine fesselnde Reise in fremde Welten, die uns unsere eigene mit anderen Augen sehen läßt.
Warum stört sich beim Fußball eigentlich niemand daran, wenn Franz Beckenbauer über die „angeborene Geschmeidigkeit der Afrikaner“ sinniert? Warum finden wir die Existenz von Ausländerregelungen in der Bundesliga so selbstverständlich? Und weshalb ist die Vorstellung so abwegig, dass Frauen und Männer gemeinsam Fußball spielen? In jedem anderen Funktionssystem wären derartige partikularistische Diskriminierungen hochgradig legitimationspflichtig. Nur im Fußball bzw. im Sport werden nationale, ethnische sowie geschlechtliche Zuschreibungen unhinterfragt akzeptiert. Wieso aber gelten Ausländerbeschränkungen und Geschlechtersegregation nicht als Widerspruch zum sportlichen Leistungsprinzip und dem Inklusionspostulat funktional differenzierter Gesellschaften? Diese Fragen werden in der vorliegenden Arbeit anhand einer historischen Analyse des Fußballsports und ethnografischer Untersuchungen in drei Bundesligaklubs beantwortet.
Über Eliteuniversitäten und die Notwendigkeit von Eliten wird zurzeit heftig diskutiert. Aber was sind eigentlich Eliten? Was zeichnet sie aus? Sind Eliten und Demokratie überhaupt miteinander vereinbar? Michael Hartmann stellt im ersten Teil dieser Einführung die wichtigsten Elitetheorien der letzten 120 Jahre - von Mosca bis Bourdieu - in ihren wesentlichen Elementen vor und kommentiert sie kritisch. Ebenso wichtig für jeden, der sich mit Elitesoziologie beschäftigt, ist die Analyse der Eliten in den entwickelten Industrieländern, die Gegenstand des zweiten Teils sind: Wer besetzt in Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Justiz oder Wissenschaft die Spitzenpositionen und welches sind ihre Funktionen? Michael Hartmann stellt dar, wie sich die maßgeblichen Eliten in den fünf größten Industriestaaten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan und USA) rekrutieren, und untersucht ihre soziale Herkunft und Homogenität. Damit verbindet er auf anschauliche Weise Theorie und Empirie dieses wichtigen Teilgebiets der Soziologie.

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