Die Herausgeber präsentieren Beiträge zu aktuellen Sichtweisen auf Möglichkeiten, die Lehrenden aber auch Lernenden zur Verfügung stehen, Unterricht geschlechtergerecht zu gestalten und durch aktives Handeln die große Herausforderung zu meistern, allen Beteiligten gleiche Chancen auf Wissen und Bildung zu ermöglichen. Die neuen Perspektiven, die sich zum Beispiel durch die Implementierung der Variabel Geschlecht in den Beobachtungszusammenhang Didaktik und Pädagogik verschiedenster Bereiche (Naturwissenschaften, Religion und Kunst) eröffnen, werden sowohl theoretisch als auch durch Beispiele aus der Praxis erörtert.
Raum und Gesellschaft bedingen einander. Doch was prägt den Raum, wie wird er hergestellt? In dieser ethnographischen Studie wird Raumproduktion erstmalig aus der Perspektive sozialer Praktiken erforscht und mit heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit in Verbindung gebracht. Am Beispiel der Heterotopie der Drag-King- und Transgender-Szene werden körper- und interaktionsbezogene Aspekte von Raumproduktion und Geschlechtskonstruktion, die Materialität und der sozialhistorische Kontext von Orten und Räumen sowie die Rolle sozialer Normen für die Raumproduktion beleuchtet. Nina Schuster zeigt, dass Raumproduktion immer ein unabgeschlossener, in Aushandlung befindlicher, facettenreicher sozialer Prozess ist.
Mit Waffen wird getötet, mit Waffen wird geprahlt. Sie verbreiten Respekt oder Schrecken, demonstrieren die Macht ihres Trägers und wecken Emotionen. Waffen werden verherrlicht, angebetet und verflucht. Kurz, Waffen haben über ihre primäre Funktion hinaus eine große Bedeutung. Mit ihnen wird auf vielen Ebenen symbolisch kommuniziert. Urte Evert, Jg. 1975; Studium der Volkskunde/Europäischen Ethnologie, Soziologie sowie Ur- und Frühgeschichte in Münster. Promotion in Volkskunde/Europäischer Ethnologie 2014. Gegenwärtig arbeitet Urte Evert am Militärhistorischen Museum Flugplatz Berlin-Gatow.
Was haben Katharina Schratt, die Freundin von Kaiser Franz Joseph, der Waffenproduzent Karl Skoda, die Operndiva Selma Kurz-Hahn, und der Wiener Erzbischof Kardinal Anton Gruscha miteinander zu tun? Sie alle gehören zu den 929 reichsten Wienern des Jahres 1910. Vom Spitzenreiter Baron Albert von Rothschild an erster Stelle mit einem Jahreseinkommen von 25,6 Millionen Kronen bis Berthold Popper, Freiherrn von Podhragy, mit genau 100.000 Kronen im Jahr reicht dieses Panorama der Wiener Gesellschaft knapp vor dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie: Adelige, Bankiers, Industrielle, Hoteliers, ein paar Universitätsprofessoren und Rechtsanwälte, einige Künstler und ein Kardinal. Es ist Habsburgs Wien, Rothschilds Wien, Wittgensteins Wien. Eine Welt, in der die Einkommensungleichheit wie nie mehr seither auf die Spitze getrieben war und die Besteuerung die Ungleichheit noch zusätzlich verschärfte, wo ein Industriearbeiter etwa 1000 Kronen, ein Dienstmädchen 300 Kronen und ein Mittelschulprofessor 2000 bis 3000 Kronen im Jahr verdiente. Eine Traumzeit für Millionäre. Und ein Traum, aus dem es ein jähes Erwachen gab.
Cora O. wächst in einem streng katholischen Elternhaus auf, in dem niemand höhere Achtung genießt als die geweihten Männer der Kirche. Da ist es auch selbstverständlich, dass Cora Messdienerin wird. Die 13-Jährige, die sich von ihrer Familie unverstanden fühlt, genießt die Zuwendung des Kaplans, der sie nach ihren persönlichen Lebenserfahrungen fragt, ihr Rat erteilt und verspricht, immer für sie da zu sein. Cora vertraut dem älteren Mann, und als dieser ihr auf seinem Zimmer Alkohol anbietet, fühlt sie sich geschmeichelt. Das sexuell unerfahrene Mädchen ahnt nicht, welchen perfiden Plan der Kaplan verfolgt und in welche Abhängigkeit es gerät.
Was ist ein Pferd, und warum üben Pferde eine solche Faszination auf Menschen aus? Jenny Friedrich-Freksa erkundet in ihrem Essay das Wesen von Pferden, ihre Neugier und Intelligenz, aber auch ihre Schönheit, ihre Sturheit und ihren Humor. Sie erzählt von ihren eigenen Erfahrungen – sie reitet seit ihrer Kindheit – und greift Erkenntnisse aus Verhaltensforschung und Kulturgeschichte auf. Lange waren Pferde eine Sache der Männer. Heute reiten vor allem Mädchen und Frauen. Warum ist das so? Eine Liebeserklärung an Pferde und an das einzigartige Gefühl der Freiheit, das man auf ihrem Rücken erlebt – und ein Nachdenken über die kostbare Beziehung zwischen Mensch, Tier und Natur.
Frauen - wer sind sie, was wollen sie, und warum ausgerechnet von uns?
Avenae ist 20 Jahre alt und kommt mit ihrem Leben überhaupt nicht zurecht. Ihre Mutter hat sie im Alter von einem Jahr vor einem Waisenhaus abgegeben, ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Avenae schlägt sich durchs Leben, bis sie einen Brief und einen mysteriösen Gegenstand von ihrer Mutter erhält. Als sie dann auch noch den geheimnisvollen Jared kennenlernt, der sie in ein Land lockt, das es eigentlich nicht geben dürfte, ist sie von ihrem Leben total verwirrt. Dort findet sie nicht nur Tot und Grauen, sondern auch das komplette Gegenteil, nämlich Liebe und Familie.

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