History through material culture is an excellent guide for students and researchers who wish to use objects as historical sources. Responding to the significant, scholarly interest in historical material culture studies, this book provides the first step-by-step guide to developing historical research based around objects. The book makes clear how students and researchers can use these rich material sources to make important, valuable and original contributions to history. Written by two experienced museum practitioners and historians, the book recognises the theoretical and practical challenges of this approach and offers clear advice on methods to get the best out of material culture research. With a focus on the early modern and modern periods, this book draws on examples from across the world and demonstrates how to use material culture to answer a range of enquiries, including social, economic, gender, cultural and global history.
Uns modernen Menschen erscheint die Sesshaftigkeit so natürlich wie dem Fisch das Wasser. Wie selbstverständlich gehen wir und auch weite Teile der historischen Forschung davon aus, dass die neolithische Revolution, in deren Verlauf der Mensch seine nomadische Existenz aufgab und zum Ackerbauer und Viehzüchter wurde, ein bedeutender zivilisatorischer Fortschritt war, dessen Früchte wir noch heute genießen. James C. Scott erzählt in seinem provokanten Buch eine ganz andere Geschichte. Gestützt auf archäologische Befunde, entwickelt er die These, dass die ersten bäuerlichen Staaten aus der Kontrolle über die Reproduktion entstanden und ein hartes Regime der Domestizierung errichteten, nicht nur mit Blick auf Pflanzen und Tiere. Auch die Bürger samt ihrer Sklaven und Frauen wurden der Herrschaft dieser frühesten Staaten unterworfen. Sie brachte Strapazen, Epidemien, Ungleichheiten und Kriege mit sich. Einzig die »Barbaren« haben sich gegen die Mühlen der Zivilisation gestemmt, sich der Sesshaftigkeit und den neuen Besteuerungssystemen verweigert und damit der Unterordnung unter eine staatliche Macht. Sie sind die heimlichen Helden dieses Buches, das unseren Blick auf die Menschheitsgeschichte verändert.
"This textbook of classroom activities and homework accompanies Deutsch im Blick, http://coerll.utexas.edu/dib/, the web-based German program developed and in use at the University of Texas since 2004, and its companion site, Grimm Grammar (2000) http://coerll.utexas.edu/gg/."--Open Textbook Library website.
Globalgeschichte ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Felder der Geschichtswissenschaft geworden. Aber was ist unter dem Begriff genau zu verstehen? Sebastian Conrad führt in diesem Buch anschaulich und anhand konkreter Beispiele in das Forschungsfeld ein und stellt die zentralen Fragen und Theorien sowie die wichtigsten Themen und Kontroversen vor. In der globalisierten Welt der Gegenwart lässt sich Geschichte nicht mehr so selbstverständlich wie früher auf die Geschichte einzelner Länder beschränken. Stattdessen hat das Interesse an grenzüberschreitenden Prozessen und globalen Verflechtungen sprunghaft zugenommen. Wie aber schreibt man Globalgeschichte und was ist ihr Gegenstand? Geht es um die Geschichte des gesamten Planeten? Um die Geschichte der menschlichen Spezies, gar um «Big History», die Zeit seit dem Urknall? Oder handelt es sich eher um eine bestimmte Perspektive, anhand derer auch die Geschichte eines kleinen Dorfes untersucht werden kann? Welche Fragen lassen sich in globaler Perspektive besser beantworten, welche Zusammenhänge kommen dadurch erst in den Blick? Sebastian Conrad, neben Jürgen Osterhammel wohl der bekannteste Vertreter der Globalgeschichte in Deutschland, führt in die wichtigsten Fragen und Themen, aber auch die Herausforderungen und die Kritik an der Globalgeschichte ein und zeigt, dass das Denken in globalen Horizonten keineswegs eine neue Erfindung ist – und auch keine Errungenschaft des Westens allein.
Die koreanische Halbinsel liegt zwischen China und Japan am Schnittpunkt unterschiedlicher Kulturen und im Visier wechselnder Großmächte. Das Buch beschreibt die Geschichte des Landes von der ersten Besiedlung bis zur gegenwärtigen Teilung. Besonderes Augenmerk gilt dabei der koreanischen Kultur, insbesondere Religion, Philosophie, Literatur und Kunst. Washington, 10. August 1945: Unmittelbar nach dem Atombombenabwurf auf Nagasaki wird im amerikanischen Verteidigungsministerium der 38. Breitengrad als Grenze zwischen einer sowjetischen und einer amerikanischen Besatzungszone festgelegt. Vorausgegangen waren viele Jahre unter japanischer Kolonialherrschaft und zwischen den Mahlsteinen imperialistischer Mächte, Zeiten der chinesischen Herrschaft, aber auch Phasen staatlicher Autonomie und kultureller Blüte. Was auf den 10. August 1945 folgte, beschäftigt uns bis heute: der offiziell noch nicht beendete Koreakrieg und der gefährliche Dauerkonflikt zwischen einer Diktatur im Norden und einem demokratischen Wirtschaftswunderland im Süden.
Visuelle Kultur ist zu einem wichtigen interdisziplinären Forschungsfeld geworden. Die Dominanz der Bilder und ihre globale Zirkulation in der Gegenwart haben in der Wissenschaft zu einer Hinwendung zum Bildlichen geführt, dessen Bedeutung und Relevanz herausgestellt und analysiert wird. Erforscht wird vor allem die kulturelle Konstruktion des Visuellen. Wie wird durch kulturelle Bildpraxen Bedeutung in einer zunehmend visuellen Welt geschaffen und übermittelt? Vor diesem Hintergrund versammelt der vorliegende Band unterschiedliche Zugänge, die an verschiedenen Medien zeigen, wie komplex das Verhältnis von Wirklichkeit und visueller Vermittlung und wie zentral es für das Verständnis unserer Welt ist.
Argula von Grumbach, geb. von Stauff, war die erste Reformatorin in Europa, ihrer Zeit weit voraus. Sie wuchs in einem intellektuell offenen, hochadeligen Haushalt auf. Ihre „Universität“ war der Münchener Hof. Als Mutter von vier Kindern sah sie entsetzt zu, als 1523 der Student Arsacius Seehofer von den Ingolstädter Theologen gezwungen wurde, seinen evangelischen Glauben öffentlich zu leugnen. In bisher unerhörter Weise forderte sie die Theologen auf, mit ihr, einer Laiin, öffentlich zu debattieren, um ihr intolerantes Benehmen biblisch zu rechtfertigen. Dieser sensationelle Brief wurde innerhalb eines Jahres 16-mal gedruckt. Es folgten sieben andere Flugschriften. Dafür wurde Argula von Grumbach gehasst, aber auch gefeiert – unter anderen von Martin Luther, mit dem sie langjährig korrespondierte. Sie erschien auf den Reichstagen in Nürnberg und Augsburg, wo sie die protestantischen Fürsten ermahnte, standhaft zu bleiben. Sie etablierte ein Netzwerk an Unterstützern und gründete später evangelische Gemeinden in Franken. Couragiert im Denken und Handeln war sie sprachlich, geistlich und politisch ein Mensch für alle Zeiten.
This study brings together two subjects that are enjoying renewed interest among researchers of the early modern era: aristocracy and monarchy. It examines the common idealistic “chivalric” heroic foundations of king and nobleman, as scholars of history have always preferred to view the “knight” among emperors and kings, beset by conflicted orientations to the past and to modernization, as the “last knight.”
Ein Land mit Repressionen, hoher Arbeitslosigkeit und Kontrollen durch Sittenwächter einerseits, erwachender Lebenslust und einem relativ gut funktionierenden Alltag andererseits. Die Deutsch-Iranerin Bita Schafi-Neya ist zwischen beiden Kulturen aufgewachsen und erzählt von der Gastfreundschaft der Iraner, von Persisch Neujahr und Haft-Sin, von Taarof – iranischen Höflichkeitsfloskeln – und von ihren Touren durch glitzernde Salzwüsten und blühende Gärten. Und sie gewährt uns Einblicke in das Privatleben junger Iraner. Sie war zu Gast auf einer illegalen Geburtstagsparty und hat einen der größten Schönheitssalons von Teheran besucht. Während die Mullahs versuchen, das Land zu regieren, nehmen die Jugendlichen sich ihre Freiheit. Sie surfen im Internet, verliebte Pärchen schlendern Hand in Hand durch die Parks und die Frauen sind – trotz Kopftuchzwang – selbstbewusster denn je. Auch auf die jüngere Geschichte Irans, den Kurs des neuen Präsidenten Rohani und die Einigung in der Atompolitik wirft diese Reportage ein neues Licht.
Nach dem Sturz der Mauer stehen überall in Berlin ungenutzte Flächen und Gebäude bereit, mit neuem Leben gefüllt zu werden. Die Besitzverhältnisse sind ungeklärt, und so erobert die Szene aus beiden Teilen der Stadt die neuen Freiräume. Clubs, Galerien, Ateliers und Studios entstehen – oft nur für wenige Wochen. Bald schon ist Berlin Epizentrum einer neuen Kultur, lockt mit Clubs wie dem Tresor und dem E-Werk Tausende Anhänger aus aller Welt an. Sie tanzen in Gasmaske oder Schweißerbrille die Nacht hindurch zum Presslufthammersound bisher unbekannter DJs aus Detroit. Unter ihnen auch Schriftsteller, Künstler, Fotografen und Designer. Mit 180 BPM breitete sich in Berlin kurz nach der Wende die Jugendkultur aus, die Ost und West vereinte: Techno. DJs, Clubmacher, Musikproduzenten, Türsteher und Szenegestalten, Menschen aus der Mitte der Bewegung und von ihren Rändern, sie alle kommen in »Klang der Familie« zu Wort und lassen eine Zeit lebendig werden, in der alles möglich schien.
Kuba vor 200 Jahren, gesehen und erlebt durch den Forscher und Weltreisenden Alexander von Humboldt, für den Touristen von Irene Prüfer Leske aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt und neu herausgegeben. Spannende, informative Berichte über Reisen durch Havannas Umgebung und die Karibik - von Batabanó nach Trinidad. Bewegendes und umfassendes Zeugnis der sozioökonomischen Gegebenheiten der damaligen spanischen Kolonie und aufschlussreiches Porträt dieses "Sklavenstaates" zur Jahrundertwende um 1800 mit präzisen Statistiken der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, Vermessungen und klimatischen Beobatchtungen, faszinierenden Beschreibungen von Flora und Fauna Havannas und seiner Umgebung. Und als zentrales Kapitel das wichtgste Anliegen des Werkes: das glühende Bekenntnis Alexander von Humboldts zur Verteidigung der Menschenrechte...
Afrika im goldenen Zeitalter – das sind die verschollenen acht Jahrhunderte von den nubischen Königreichen bis zu jenem Tag im Jahr 1498, an dem die Karavelle von Vasco da Gama im Indischen Ozean auftaucht und die Kolonisation durch die Europäer beginnt. François-Xavier Fauvelle nimmt uns in seinem wunderbar geschriebenen Buch mit auf eine außergewöhnliche Reise durch das historische Afrika und zeigt uns seine zu Unrecht vergessenen Schätze. Dürers Rhinozeros kennt jeder. Aber das goldene Rhinozeros von Mapungubwe? In 34 Kapiteln führt dieses Buch durch die faszinierende Geschichte Afrikas vor der Ankunft der Weißen – ein Thema, über das es bezeichnenderweise bis vor kurzem nicht ein einziges Buch in deutscher Sprache gab. Wer sich mit François-Xavier Fauvelle auf seine Spritztour durch das afrikanische "Mittelalter" einlässt, der wird jedoch reich belohnt. Von Ostafrika und Nubien, der Zentralsahara und Marokko, Äthiopien, Mali und dem Senegal bis nach Madagaskar und ans Horn von Afrika geht die Reise durch eine unbekannte Welt der versunkenen Wüstenreiche und Stammesherrschaften, auf der es viel zu entdecken gibt: das reiche Erbe eines bis heute unterschätzten Kontinents.
Die Wissens- und Mediengeschichte des Aquariums im 19. Jahrhundert. Mit der Erfindung des Aquariums um 1850 wird die Unterwasserwelt auf gänzlich neue Weise beobachtbar, erforschbar und erfahrbar. Dies bedeutete nicht nur für die naturwissenschaftliche Forschung, sondern ebenso für die Darstellung maritimer Welten in der Öffentlichkeit einen tiefgreifenden Wandel. Mareike Vennen zeichnet die frühe Geschichte des Aquariums als Medium - von den ersten amateurwissenschaftlichen Versuchen mit Heimaquarien in Großbritannien bis zu seiner Verbreitung in Europa und darüber hinaus - nach. Sie folgt menschlichen wie nicht-menschlichen Akteuren: Bastler, Wissenschaftler, Glasplatten, Pumpen, tropfende Briefsendungen, Wasserschnecken und Schlamm treten als Protagonisten auf. In einer Reihe mikrohistorischer Fallgeschichten wird gezeigt, durch welche Medien - von Feldzeichnungen bis zu den ersten verschwommenen Aquarienfotografien - Wissen und Vorstellungen vom Leben unter Wasser festgehalten und weitergegeben wurden. Damit erweist sich das Aquarium als Teil einer Geschichte ökologischen Wissens, deren Rekonstruktion zeigen kann, wie sich Wissensordnungen im 19. Jahrhundert dynamisierten und wie sich die Grenzen zwischen Wissensfeldern und Disziplinen verschoben.
This beautiful publication tells the story of the National Library of Australia's extraordinary collections, assembled over the last 100 years. Remarkable Occurrences features 270 superb illustrations, the majority in full colour, accompanying fascinating chapters about aspects of the Library's history and collections by leading Australian scholars and historians. The publication showcases material as diverse as paintings, maps, photographs, sculptures, manuscripts (including Captain Cook's Endeavour Journal), oral histories, music scores and early Australian films.

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