'I ate and ate and ate in the hopes that if I made myself big, my body would be safe. I buried the girl I was because she ran into all kinds of trouble. I tried to erase every memory of her, but she is still there, somewhere. . . . I was trapped in my body, one that I barely recognized or understood, but at least I was safe.' New York Times bestselling author Roxane Gay has written with intimacy and sensitivity about food and bodies, using her own emotional and psychological struggles as a means of exploring our shared anxieties over pleasure, consumption, appearance, and health. As a woman who describes her own body as "wildly undisciplined," Roxane understands the tension between desire and denial, between self-comfort and self-care. In Hunger, she casts an insightful and critical eye on her childhood, teens, and twenties-including the devastating act of violence that acted as a turning point in her young life-and brings readers into the present and the realities, pains, and joys of her daily life. With the bracing candor, vulnerability, and authority that have made her one of the most admired voices of her generation, Roxane explores what it means to be overweight in a time when the bigger you are, the less you are seen. Hunger is a deeply personal memoir from one of our finest writers, and tells a story that hasn't yet been told but needs to be.
»Das beste Buch des Jahres.« Lena Dunham Rebecca Solnit ist eine der wichtigsten feministischen Denkerinnen unserer Zeit. Ihr Essay Wenn Männer mir die Welt erklären hat weltweit für Furore gesorgt: Scharfsinnig analysiert Solnit männliche Arroganz, die die Kommunikation zwischen Männern und Frauen erschwert. Voller Biss, Komik und stilistischer Eleganz widmet sie sich in ihren Essays dem augenblicklichen Zustand der Geschlechterverhältnisse. Ein Mann, der mit seinem Wissen prahlt, in der Annahme, dass seine Gesprächspartnerin ohnehin keine Ahnung hat - jede Frau hat diese Situation schon einmal erlebt. Rebecca Solnit untersucht dieses Phänomen und weitere Mechanismen von Sexismus. Sie deckt Missstände auf, die meist gar nicht als solche erkannt werden, weil Übergriffe auf Frauen akzeptiert sind, als normal gelten. Dabei befasst sich die Autorin mit der Kernfamilie als Institution genauso wie mit Gewalt gegen Frauen, französischen Sex-Skandalen, Virginia Woolf oder postkolonialen Machtverhältnissen. Leidenschaftlich, präzise und mit einem radikal neuen Blick zeigt Rebecca Solnit auf, was längst noch nicht selbstverständlich ist: Für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gilt es, die Stimme zu erheben.
Mit klarem, offenem Blick erzählt Carrie Brownstein vom Aufwachsen in einer Kleinstadtidylle, deren Fassade früh zu bröckeln beginnt, vom Leben vor, mit und nach einer der bekanntesten Punkbands der USA und von dem Versuch, sich selbst in und außerhalb der Musik zu finden.
Großmutter Lisette hatte ein Geheimnis, dessen ist sich die junge Witwe Camille sicher, als ihr eine Kiste mit vergilbten Aufnahmen in die Hände fällt. Kann es sein, dass ihr Opa gar nicht ihr leiblicher Großvater war? Unterstützt von dem charmanten Historiker Finn, begibt sie sich auf dem malerischen Landgut ihrer Familie in der Provence auf Spurensuche. Dort erfährt Camille nicht nur Unglaubliches über Lisette - in den wogenden Lavendelfeldern von Bellerive entdeckt sie auch, dass Finn der erste Mann sein könnte, den sie seit dem Tod ihres Gatten in ihr Herz lassen möchte. "Meisterhaft beschreibt Susan Wiggs die Eigenheiten menschlicher Beziehungen." Jodi Picoult "Wiggs ist eine unübertroffene Geschichtenerzählerin, mit der sich kaum eine andere Autorin messen kann ... Ihre Beobachtungsgabe ist bemerkenswert." Romantic Times "Susan Wiggs schreibt bewegende, unvergessliche Romane über Träume und Hoffnungen, in denen sich jede Leserin wiederfindet." New York Times-Bestsellerautorin Suzan Elisabeth Philipps
Margaret Atwood erklärt uns mit faszinierender Klarheit, wie maßgeblich das Konzept der Schuld – im ökonomischen und im moralischen Sinn – unser Denken und Verhalten seit Anbeginn der menschlichen Kultur prägt und bestimmt. Mit Witz und Sachkenntnis verfolgt sie ihr Thema quer durch Zeiten und Disziplinen. Am Ende entlässt sie uns mit einer zentralen Frage: Was sind wir Menschen einander, was sind wir unserem Planeten schuldig?
Mitte April 1846 bricht die so genannte »Donner Party« – insgesamt fast neunzig Männer, Frauen und Kinder – aus Springfield, Illinois, auf. Ihr Ziel ist Kalifornien. Ein Ort, an dem alles besser ist. An dem schon viele Siedler ihr Glück gefunden haben. Doch schon bald sind die Nerven zum Zerreißen angespannt: der Hunger, das Klima und die Feindseligkeiten innerhalb der Gruppe verwandeln den Wagentreck in ein Pulverfass. Dann kommt ein kleiner Junge unter mysteriösen Umständen zu Tode, und ein Siedler nach dem anderen verschwindet spurlos. Langsam aber sicher wird klar, dass die Donner Party in den Weiten der Prärie nicht alleine ist. Dass »Etwas« sie begleitet. Etwas, das großen Hunger hat ...
Wie sehr das Leben leuchtet, auch in seinen dunkelsten Momenten. "Sterben ist nicht das Ende der Welt", hat ihre Mutter einmal gesagt. Doch erst jetzt beginnt Nina Riggs den Satz zu verstehen: Mit 38 Jahren hat sie unheilbar Krebs, die Ärzte geben ihr noch 18 bis 36 Monate. Wie lebt man ein Leben, dessen Ende feststeht, das aber dennoch gelebt werden will? Wie macht man Pläne für den Urlaub, wie spricht man mit den Kindern, und wie ist man weiterhin eine liebende Partnerin? Nina Riggs hat ein Buch geschrieben über ihre letzten Monate, das keine Krankengeschichte ist und keine heldenhafte Kampfansage an den Krebs. Es ist ein Buch über den Zweifel und die Angst, aber auch über die unendliche Schönheit des Augenblicks und den beharrlichen Blick nach vorn. Es ist ein Buch darüber, wie sehr das Leben leuchtet, auch in seinen dunkelsten Momenten.
Wenn in den USA schwarze Teenager von Polizisten ermordet werden, ist das nur ein Problem von individueller Verfehlung? Nein, denn rassistische Gewalt ist fest eingewebt in die amerikanische Identität – sie ist das, worauf das Land gebaut ist. Afroamerikaner besorgten als Sklaven seinen Reichtum und sterben als freie Bürger auf seinen Straßen. In seinem schmerzhaften, leidenschaftlichen Manifest verdichtet Ta-Nehisi Coates amerikanische und persönliche Geschichte zu einem Appell an sein Land, sich endlich seiner Vergangenheit zu stellen. Sein Buch wurde in den USA zum Nr.-1-Bestseller und ist schon jetzt ein Klassiker, auf den sich zukünftig alle Debatten um Rassismus beziehen werden.
Nick Chester hat als undercover cop in seiner englischen Heimat eine Gangsterorganisation auffliegen lassen, die ihn daraufhin auf ihre Abschussliste setzte. Bei der neuseeländischen Polizei, an den landschaftlich grandiosen, rauen Marlborough Sounds versucht er nun, mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Aber auch die abgelegene Provinz hat ihre Tücken. Ohne seine ortskundige Kollegin, Constable Latifa Rapata, wäre er hilflos. Denn Kinder verschwinden in der dünnbesiedelten Gegend, ein unheimlicher »Kinderfänger« scheint sein Unwesen zu treiben. Chester und Rapata müssen sich mit der örtlichen Nomenklatura anlegen, Rassenkonflikte werden sichtbar, und Chester darf nie vergessen, dass die britischen Gangster ihn überall auf der Welt finden können. Jederzeit ...
Der internationale Spannungs-Bestseller des Jahres 2019. „Ein seltenes Juwel: der perfekte Thriller. Dieser außergewöhnliche Roman hat mein Blut zum Kochen gebracht." A.J. Finn ( #1-New-York-Times-Bestsellerautor von "The Woman in the Window") Einen exzellenten, psychologischen Thriller hat der Brite Alex Michaelides, hoch erfolgreicher Drehbuchautor von "The devil you know", mit "Die stumme Patientin" geschrieben. Eine internationale Spannungs-Entdeckung, die Fans von "The woman in the window" oder "Gone girl" elektrisieren und überraschen wird. Hochkarätige Thriller-Autoren wie A.J. Finn, David Baldacci, Lee Child, Joanne Harris und Black Crouch sind sich sicher: hier kommt DIE Thriller-Entdeckung des Jahres 2019. Blutüberströmt hat man die Malerin Alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden – dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat. Seit sieben Jahren sitzt die Malerin nun in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Und schweigt. Kein Wort hat sie seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt: Es zeigt sie selbst als Alkestis, die in der griechischen Mythologie ihr Leben gibt, um ihren Mann vor dem Tod zu bewahren. Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist? "Ein exzellenter, psychologischer Thriller: Elegant, clever und mit einer Wendung, die mich komplett überrascht hat (und um mich zu überraschen, braucht es eine Menge!) Hut ab vor Alex Michaelides. Bitte mehr!" JOANNE HARRIS "Absolut brilliant ... "Die stumme Patientin" hat mir aufregende, atemlose und intensive Lesestunden gebracht - wobei ich das Ende nie vorhersehen konnte - nicht eine Sekunde lang." STEPHEN FRY „Intelligentes, durchdachtes Storytelling plus Hochspannung – ein hervorragender Roman in jeglicher Hinsicht.” LEE CHILD
Was bedeutet es wirklich, ein Flüchtling zu sein, durch den Krieg frühzeitig erwachsen werden zu müssen, die geliebte Heimat hinter sich zu lassen und vom Wohlwollen anderer abhängig zu sein? Die junge Syrerin Nujeen erzählt, wie der syrische Krieg eine stolze Nation zerstört, Familien auseinander reißt und Menschen zur Flucht zwingt. In Nujeens Fall zu einer Reise durch neun Länder, in einem Rollstuhl. Doch es ist auch die Geschichte einer willensstarken jungen Frau, die in Aleppo durch eine Krankheit ans Haus gefesselt ist und sich mit amerikanischen Seifenopern Englisch beibringt, weil sie die große Hoffnung auf ein besseres Leben hat. Eine Hoffnung, die sich fern der Heimat in Deutschland erfüllen kann. »Ein unglaubliche tapferes Mädchen. Nujeen, ich bin stolz auf dich!« Bear Grylls »Außergewöhnlich! Die Angst, die Erschöpfung und die Niedergeschlagenheit sind auf jeder Seite greifbar.« The Times
Als Kind entkommt die Menschrechtsaktivistin Clemantine Wamariya dem Völkermord in Ruanda. Sie erhält Asyl in den USA, hält heute Vorträge und setzt sich für Benachteiligte und Aufbauhilfe in Afrika ein. Eine inspirierende Lebensgeschichte, außergewöhnlich berührend erzählt. Menschenrechtsaktivistin und Yale-Absolventin Clemantine Wamariya setzt sich weltweit für Benachteiligte ein, hält Vorträge und TEDTalks und wurde von Barack Obama ans U.S. Holocaust Memorial Museum berufen. Auf den ersten Blick ist ihr Leben eine Erfolgsgeschichte, doch in Wahrheit kämpft sie jeden Tag darum, ihre zerbrochene Welt wieder zu kitten. Als Sechsjährige musste sie an der Seite ihrer Schwester vor dem Völkermord in Ruanda fliehen. Sechs Jahre dauerte ihre Odyssee und führt sie durch insgesamt sieben afrikanische Länder. Im Flüchtlingscamp in Malawi, im Slum in Sambia, im Trubel des südafrikanischen Durbans überleben die Mädchen mit Ideenreichtum und der festen Absicht, ihr Schicksal nicht einfach hinzunehmen. Mit dreizehn erhält Clemantine die Chance auf ein zweites Leben: In den USA bietet man ihr Asyl, Schulbildung und jeglichen Überfluss der westlichen Welt. Sie nutzt diese Chance auf einen Neubeginn und beginnt, ihre Lebensgeschichte neu zu schreiben, Tag für Tag ein kleines bisschen. Mit beeindruckender sprachlicher Kraft erzählt sie, wie es ihr gelang, dem Genozid zu entkommen und sich auf ihre größte Stärke zu besinnen: die Macht ihrer Vorstellungskraft und der Geschichten, durch die sie überlebte.
„In manchen Breitengraden gibt es vor der Sommersonnenwende und danach eine Zeitspanne, nur wenige Wochen, in der die Dämmerungen lang und blau werden. Während der blauen Stunden glaubt man, der Tag wird nie enden. Wenn die Zeit der blauen Stunden sich dem Ende nähert (und das wird sie, sie endet), erlebt man ein Frösteln, eine Vorahnung der Krankheit: das blaue Licht verschwindet, die Tage werden schon kürzer, der Sommer ist vorbei.“ In Blaue Stunden erinnert Joan Didion sich an ihre Tochter Quintana, daran,wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als Quintana mit nur 39 Jahren starb. Eine sehr persönliche Bilanz der großen amerikanischen Autorin und ein ehrliches Buch über Tod und Vergänglichkeit, Erinnerung und Alter, über das, was wir verlieren, und das, was bleibt.
Ein atmosphärisch dichter und psychologisch ausgefeilter Krimi, der im Busch Australiens spielt - dort, wo der Wald am undurchdringlichsten ist. Fünf Frauen unternehmen eine von ihrer Firma organisierte Wanderung durch den dichtesten Teil des australischen Buschs, ausgerüstet nur mit Kompass und Landkarte. Tage später kommen nur vier von ihnen zurück... Aaron Falk, Ermittler der australischen Finanzpolizei, und seine Kollegin Carmen müssen die vermisste Alice Russell finden, denn sie ist ihre zentrale Informantin bei Bailey Tennants, einem Unternehmen, das unter Verdacht steht, Geld zu waschen. Alice kennt nicht nur die Machenschaften der Firma, sondern auch die dunklen Geheimnisse ihrer Kolleginnen - an deren Vertuschung womöglich jemand ein vitales Interesse hat. Die Suche nach Alice ist ein Wettlauf gegen die Zeit, die Kälte und die Nässe - und die Angst, denn im Busch treibt sich womöglich ein Serienmörder herum. Doch die wahre Gefahr droht von ganz anderer Seite... Grausamer als die Natur ist nur der Mensch.
Temporeich und tragikomisch: die Geschichte von New Yorks berüchtigtstem Party Girl Mit 26 hat Cat Marnell es geschafft: Sie schreibt für Hochglanz-Fashionmagazine, kennt Anna Wintour persönlich und ist das Enfant terrible der New Yorker Partyszene. Doch Cat, die schon als Kind von ihrem Vater mit Medikamenten versorgt wurde, führt ein Doppelleben. Tagsüber umgeben von Glamour und Luxus, tanzt sie nachts high und halbnackt durch die Clubs der Stadt. Sie sucht ihr Glück in Sex und Drogen und hasst sich dafür, findet wochenlang keinen Schlaf und verliebt sich in die falschen Männer – bis ihr Leben vollends aus dem Gleichgewicht gerät. Eine schmerzhaft-schöne Tour de Force durch das chaotische Leben einer ehrgeizigen Frau, die einfach nicht nein sagen kann.
Leider liebt sie Rapmusik, das Frauenbild: grauenvoll. Leider liest sie sehr gerne Fashion-Magazine, das Frauenbild: ebenfalls erschreckend. Und ihre Lieblingsfarbe ist leider: pink. In einer Zeit, in der Barack Obama sich als Feminist bezeichnet und sogar Modeimperien den Schriftzug in großer Zahl auf T-Shirts drucken, wahrscheinlich keine gute Idee. Feminismus ist chic geworden und angekommen in der Popkultur. Aber was kann guter Feminismus heute wirklich sein? In ihrem hochgelobten Essayband sprengt Roxane Gay das ideologische Korsett eines guten und starren Feminismus und erklärt sich selbst ironisch zum Bad Feminist – stimmgewaltig, bestechend klug und fern jeder Ideologie unterzieht sie unsere Gegenwart einer kritischen Analyse und zeigt, wie man alles auf einmal sein kann: eine der bedeutendsten Feministinnen der Gegenwart und dabei definitiv nicht perfekt.
„Eine rohe, schnörkellose, beißende, wilde Liebesgeschichte.“ Marie Claire. Eigentlich wollte Tess nicht Kellnerin werden, sondern ihrer provinziellen Heimat entkommen, in die Großstadt eintauchen und endlich herausfinden, was sie will vom Leben. Durch Zufall landet sie in einem edlen New Yorker Restaurant mit seinen ganz eigenen Regeln, Allianzen, Intrigen, Affären und Freundschaften. Um nicht unterzugehen, muss sie hart arbeiten und vor allem schnell lernen, was in der Gourmet-Welt wichtig ist. Und dann verliebt sie sich in den unnahbaren Barmann Jake. Sweetbitter ist ein großer Roman über den Genuss und die Obsession – darüber, dass man manchmal besessen sein muss, um wirklich genießen zu können. „Ein Roman als Sinnesrausch.“ Brigitte Woman.
Vom Krieg im Frieden Als 1991 der erste Golfkrieg ausbricht, ist er für den jungen Erzähler von Alexis Jennis beeindruckendem Roman nicht viel mehr als ein paar harmlose Bilder im Fernsehen – ein Geschehen, weit weg, das sein Dasein nicht berührt. Er lässt sich treiben wie immer, als ginge ihn das alles nichts an. Bis er eines Tages in einem Bistro Victor Salagnon kennenlernt, einen Greis, der als junger Mann in der Résistance gegen die Deutschen kämpfte und später in Indochina und Algerien in Frankreichs schmutzigen Kolonialkriegen diente. Salagnon ist ein begnadeter Tuschezeichner, aber er kennt auch das wahre Gesicht des Krieges: Er hat noch die Kunst des Tötens gelernt und ausgeübt. Bei diesem Mann, in dessen Wesen sich das Zivilisierte und das Barbarische merkwürdig vereint finden, lernt der Erzähler das Zeichnen. Und währenddessen erzählt ihm Salagnon von seinem Leben im Krieg und für den Krieg, von seinen Träumen und seinen Alpträumen, die ihn bis heute verfolgen. Und je länger der Erzähler dieser Geschichte lauscht, desto mehr begreift er, dass Salagnons Vergangenheit direkt in unsere Gegenwart zielt. Dass wir, die wir glauben in einer Epoche des Friedens aufgewachsen zu sein, den Krieg lediglich tabuisiert und verdrängt haben. Dass wir das Morden und Töten verlagert, es in ferne Länder exportiert haben: nach Südostasien, nach Afrika, in den mittleren Osten. Und dass der Krieg deshalb bis heute untergründig alle westlichen Gesellschaften durchzieht ... Alexis Jennis monumentaler Roman war die literarische Sensation des Jahres 2011; er ist, so die einhellige Meinung, ein Meisterwerk, das den versteckten Krieg, auf dem unser Frieden beruht, wieder sichtbar macht.

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