Reproduction of the original.
In seiner kleinen, aber einflußreichen Schrift "Galileo as a Critic of the Arts" von 1954 hat Erwin Panofsky die künstlerischen Vorlieben Galileis mit dessen Vorstellung von Raum, Licht und Kosmos verbunden. Horst Bredekamp, Kunsthistoriker der Humboldt-Universität und Permanent Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin, knüpft an diese Studie an, um Galilei jedoch nicht allein als Kunstkritiker, sondern als einen ausgebildeten Künstler zu rekonstruieren, der die Kunst des Zeichnens als ein Instrument seiner Forschungen zu nutzen verstand. Viele Gelegenheitsskizzen, vor allem aber Galileis durch das Teleskop gewonnene Mond- und Sonnenzeichnungen offenbaren, dass der Stil der Darstellungen über den Sinn des Dargestellten entschied.
Elisabeth F rster-Nietzsche, Schwester und Nachlassverwalterin Friedrich Nietzsches, pr sentiert im ersten Band der Biographie ihres Bruders eine Beschreibung der ersten Lebensh lfte Friedrich Nietzsches von der Kindheit bis zu seiner T tigkeit als Professor in Basel. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden ihre F lschungen an Nietzsches Schriften und Briefen bekannt, was die Lekt re des vorliegenden Bandes auch heute noch so interessant macht. Sorgf ltig nachbearbeiteter Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1912.
Joseph Vadassy, jugoslawischer Sprachlehrer und Hobbyfotograf, gönnt sich nach Jahren endlich wieder einen Urlaub. Ein kleines Hotel an der südfranzösischen Riviera soll es sein. Als er aber nur zwei Tage nach seiner Ankunft in einer Drogerie seine ersten Urlaubsfotos entwickeln lassen will, wird er plötzlich festgenommen. Der Vorwurf: Er sei ein Spion und gefährde die französische Staatssicherheit. Vadassys einzige Chance, seine Unschuld zu beweisen, ist ein Deal mit der Polizei. Als verdeckter Ermittler wird er zurück in sein Hotel geschickt, um dort den wahren Spion zu entlarven. Aber wer ist hier Freund - und wer Feind?
ihr eine gezielt beschnittene Doktrin zu machen, zu deren Verwaltung sich eif rige Leute drängen. - In jedem der verglichenen Fälle war das durchaus nicht , ,im Sinne der Erfinder". Da ist es zur Klärung allemal gut, zu den Quellen hinaufzusteigen und nachzusehen, wo die Ursprünge waren, und wie sich alles seinerzeit entwickelt hat. Dabei schärft sich der Blick für den wesentlichen Kern und das Beiwerk, sowie für sachliche und persönliche Gründe und Bedeutung unausweichlicher Auseinandersetzungen. So sehe ich den Sinn dieses Buches. Ob es ganz objektiv ist? - Das wäre zuviel verlangt! Denn wer kann die Entwicklung seiner Kinder ganz objektiv sehen? Daß es redlich ist, darauf kommt es an; und das muß man ihm zuerkennen. Nicht das Durchsetzen einer Doktrin wird hier betrieben, sondern hier werden dargestellt die Entwicklung und der Inhalt eines neu-entstandenen Wissenschaftszweiges und seiner vielfäl tigen und sorgsam abgewogenen Methoden. Das Buch ist aueh frei von der Meinung, man müsse - um das Gesicht zu wahren - auf Entdeckungsschritten verharren, die einst originell waren, nun aber teilweise überholt sind. Der Ver fasser zeigt sich offen jeder sinnvollen Kritik und Korrektur, ist jedoch ausrei chend unhöflich, um unhaltbare Einwände begründet abzuweisen.
In den späten sechziger Jahren nahm Giorgio Agamben an Martin Heideggers Seminaren im südfranzösischen Le Thor teil. Damals entstand auch sein erstes Buch L’uomo senza contenuto, das 1970 erstmals erschien. Selbstbewußt und radikal stürzt er sich auf klassische Positionen der Ästhetik, er konfrontiert Platon, Kant und Hegel mit Künstlern und Autoren der Klassischen Moderne. In einer Zeit, in der die Kunst nicht länger die Funktion hat, das Wesen der Wirklichkeit zur Erscheinung zu bringen, wird sie zu einer selbstzerstörerischen Kraft, der Künstler, so Agamben, zu einem »Menschen ohne Inhalt«. Agambens erstes Buch liegt nun endlich auch auf Deutsch vor. »Agamben hat die verwaiste Stelle des Meisterdenkers eingenommen.« Die Welt
The incunabulum Peregrinatio in terram sanctam by Bernhard von Breydenbach, which appeared in 1486, is the first printed and illustrated travelogue. It provides one of the most important sources for studying medieval contact between religions on the threshold of the Modern Age. Besides sketches in the form of diary entries, theological reflections and precise observations of countries and peoples, the text also contains an agitational polemic on Islam, which bears witness to the horror felt in Christendom at the Turkish conquest of Constantinople. The present edition is the first to present the complete Early New High German text with a translation.
Mit dem 1835 veröffentlichten erotischen Roman »Mademoiselle Maupin« erlebte der französische Schriftsteller Théophile Gautier seinen ersten großen Erfolg. In einer Abfolge von Briefen werden die Erlebnisse der Titelheldin geschildert, die verkleidet als Mann in gleichgeschlechtlichen wie hetereosexuellen Erlebnissen ihr allumfassendes Liebesideal zu verwirklichen sucht. Als ihr das schließlich in einer rauschhaften Liebesnacht gelingt, verzichtet sie jedoch auf eine Fortsetzung, um ihr Liebesideal nicht durch Alltäglichkeit und Gewöhnung zu zerstören.
Værket er udgivet af Militärgeschichtliches Forschungsamt (MGFA). Værket skal udkomme i 10 bind og omfatte det tredie rige og den tyske deltagelse i 2. Verdenskrig fra begyndelsen og indtil sammenbruddet i 1945.
Alle Welt redet von schwindenden Energieressourcen; dass sich daneben eine ungleich gravierendere Wasserkrise anbahnt, ist bis jetzt kaum ins Bewusstsein gedrungen. Selbst wer umweltbewusst zu Hause Wasser spart, weiss selten, wieviel ”virtuelles Wasser“ er über Nahrung und Kleidung tatsächlich verbraucht: 5.000 Liter Wasser sind nötig, um ein Kilo Reis zu erzeugen, 11.000 Liter für das Rindfleisch eines Hamburgers, unglaubliche 20.000 Liter stecken in 1 kg Kaffeepulver. Kein Wunder, dass sich die Flüsse der Welt in atemberaubendem Tempo leeren, während durch Überregulierung andererseits die Flutgefahr dramatisch steigt. Längst weiss man, dass gigantomanische Bewässerungs- und Staudammprojekte eine enorme ökologische und ökonomische Verschwendung darstellen. Doch schon geht man weltweit dazu über, auch die unterirdischen Wasserreservoirs leer zu pumpen. Ressourcenkriege um Wasser bahnen sich an, denn: Ohne Öl können wir zur Not leben, ohne Wasser sicher nicht. Fred Pearces Berichte lesen sich wie Kriminalgeschichten und geben zugleich einen umfassenden Überblick über die Wasserkrise und ihre Auswirkungen.

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