More than a century after Guido Adler's appointment to the first chair in musicology at the University of Vienna, this volume provides a view of the discipline in this earliest period, and at the ideological dilemmas and methodological anxieties that characterized it upon its institutionalization.
A Kingdom Not of This World uncovers a forgotten utopian discourse - largely inspired by and critically responding to the works of Richard Wagner - that had significant influence upon the visual arts and music of fin-de-siècle Vienna. Author Kevin Karnes considers music, visual artworks, and philosophical writings to reveal a powerful current of millennial optimism running counter and parallel to the cultural pessimism widely associated with the period.
Drawing upon three decades of research in European sacred music, Philip V. Bohlman calls for a re-examination of European modernity in the twenty first century, a modernity shaped no less by canonic religious and musical practices than by the proliferation of belief systems that today more than ever respond to the diverse belief systems that engender the New Europe.
Vom Musikalisch-Schönen - Ein Beitrag zur Revision der Ästhetik der Tonkunst ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe. Hansebooks ist Herausgeber von Literatur zu unterschiedlichen Themengebieten wie Forschung und Wissenschaft, Reisen und Expeditionen, Kochen und Ernährung, Medizin und weiteren Genres. Der Schwerpunkt des Verlages liegt auf dem Erhalt historischer Literatur. Viele Werke historischer Schriftsteller und Wissenschaftler sind heute nur noch als Antiquitäten erhältlich. Hansebooks verlegt diese Bücher neu und trägt damit zum Erhalt selten gewordener Literatur und historischem Wissen auch für die Zukunft bei.
Victor Turner hat in diesem erstmals 1982 erschienenen Buch Maßstäbe für die Anwendung ethnologischer, an »fremden Kulturen« gewonnener Erkenntnisse gesetzt. Er hat die Rituale, Symbole und Interaktionsformen der Industriegesellschaft dem ethnologischen Blick ausgesetzt und dabei ihre Theatralität und ihre Spielstrukturen erforscht: die Inszenierungen und Rollenspiele des Alltags. Besonders interessierte Turner sich dabei für gesellschaftliche Krisensituationen beziehungsweise »soziale Dramen« und die Funktionen von Ritual und Spiel bei ihrer Bewältigung. Sein Forschungsansatz hat nachhaltige Wirkungen entfaltet, unter anderem in den Arbeiten von Erving Goffman. In ihrer für diese Ausgabe neu verfassten Einleitung verbindet Erika Fischer-Lichte die Perspektive von Turner mit aktuellen Theorien des Performativen und der Aufführung.
Woldemar Bargiel (1828-1897) was Clara Wieck's half-brother and, hence, Robert Schumann's brother-in-law. This study on the life and work of the Romantic composer - today unknown yet one of the best young talents of his time and acquainted with eminent musicians - describes an eventful musical career and an equally extraordinary and exciting yet seldom-heard music. Bargiel, a melancholic person who was often hot-tempered and offhand to his colleagues or withdrawn, was in his personal relations extremely endearing and responsible, and to many was an admirable idealist. In 1862 Brahms, on the other hand, went so far as to declare him mad. The attention of the music world was drawn to Bargiel through his string octet and a mention in Schumann's famous article, Neue Bahnen. In stylistic terms, he was first associated with Schumann on account of his family ties, and was often unjustifiably declared an epigone. As two- thirds of Bargiel's works was composed between 1848 and 1864, he can be defined as a typical exponent of the mid-century - a mediator between two epochs. His pluralistic style can, hence, be interpreted not as ecclecticism, but rather as a multifaceted juxtaposition of musical styles in a transitional phase in music history. German text.
Die Oper gehört seit vierhundert Jahren zu den stabilsten Kulturinstitutionen Europas. Weder Revolutionen noch Wirtschaftskrisen haben daran etwas geändert. Im 19. Jahrhundert wird die Oper schließlich zu einem internationalen Phänomen. Zur Institution Oper gehören nicht nur die Bühnenvorstellung und alles, was zu ihrer Organisation notwendig ist, sondern auch die Sänger und nicht zuletzt das Publikum. So kommen in diesem Buch das italienische Impresario-System, die fahrenden Schauspieltruppen, die Stadttheater, die Hof- und Staatstheater ebenso in den Blick wie etwa die Reisebedingungen und die Gagen der Sänger, die Eintrittspreise und die Logenhierarchie in der Oper sowie die rechtlichen Aspekte des Opernbetriebs. Der Bogen spannt sich vom 17. Jahrhundert bis hin zu den Entwicklungen der Gegenwart.
Traditionelle turkische Kunstmusik ist im Laufe des 20. Jahrhunderts europaischer -Klassischer- Musik immer ahnlicher geworden: heute spielen grosse symphonische Orchester unter der Leitung beruhmter Dirigenten die Werke turkischer Komponisten. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts, im spaten Osmanischen Reich, gab es weder derartige Orchester noch Dirigenten und die Idee historischer Meisterwerke erst recht nicht. Die Arbeit beschreibt die allmahliche Europaisierung der traditionellen Musik des Osmanischen Hofes, der Kaffeehauser und der sufistischen Orden. Die Entwicklung wird in verschiedenen Teilbereichen untersucht: Musikleben, Ausbildung, Uberlieferung, Auffuhrungssituation, Musiktheorie, Instrumentalschulen, Ensemblebehandlung und Asthetik."
Richard Wagner: Über das Dirigieren Entstanden 1869. Hier nach: Richard Wagner: Sämtliche Schriften und Dichtungen. Band 8, Leipzig: Breitkopf und Härtel, o.J. [1911]. Die Eigentümlichkeit der Orthographie wurde bei der vorliegenden Ausgabe beibehalten. Vollständige Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2015. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage. Gesetzt aus Minion Pro, 11 pt. Über den Autor: 1813 in Leipzig als das neunte Kind eines Polizisten geboren, wird Richard Wagner zu einer die Musik beherrschenden Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts. Ein bewegtes Leben lässt ihn vor politischer Verfolgung wie auch vor seinen Gläubigern in zahlreichen Orten Zuflucht suchen. Nach Stationen u.a. in Königsberg, Riga, London, Paris, und in der Schweiz kommt Wagner schließlich in Bayreuth an, das bis heute untrennbar mit seinem Namen verbunden ist. Seine finanziellen Schwierigkeiten hat der selbstbewußte Mann von kleinem Wuchs als »lächerliche Schulden« empfunden, denen erheblich größere »Aktiva« gegenüberstünden. Und in der Tat ist seine Wirkungsmacht auf die ihm nachfolgende Musik wohl einzigartig. Zu einer umstrittenen Figur ist Richard Wagner wegen seiner Auslegbarkeit im Sinne des Nationalsozialismus geworden, der er maßgeblich durch seine antisemitische Schrift »Das Judenthum in der Musik« Vorschub geleistet hat.
Die Oper ist in vielerlei Hinsicht das außergewöhnlichste künstlerische Medium der letzten 400 Jahre: Opernhäuser, Ausstattung, Technik und nicht zuletzt die Künstler lassen sie zu einer nachgerade unerschwinglich teuren Kunstform werden – eine Kunstform, die zudem offenkundig unrealistisch ist. Und doch vermag nichts anderes menschliche Leidenschaften mit solch überwältigender Kraft, Dramatik und Gefühlsstärke auszudrücken wie gerade die Oper. Dieses Buch – seit langem die erste einbändige und zugleich umfassende Gesamtdarstellung zu diesem Thema – liest sich wie eine Ode an die Oper selbst. Seine beiden Autoren stellen zahlreiche Werke der bekanntesten Opernkomponisten vor: von Monteverdi, Händel und Mozart über Verdi, Wagner, Strauss und Puccini bis zu Berg und Britten. Sie bieten einen anschaulichen, oft amüsanten und stets informativen Überblick über die sozialen und politischen Hintergründe der jeweiligen Kompositionen, beziehen deren literarische Kontexte und die wirtschaftlichen Verhältnisse mit ein, unter denen sie entstanden sind, und vernachlässigen auch nicht die Polemiken, die das Operngeschehen über die Jahrhunderte kontinuierlich begleitet haben. Auch wenn inzwischen die beliebtesten und langlebigsten Werke aus einer längst vergangenen Epoche stammen, deren Lebensumstände uns heute völlig fremd sind – und auch wenn die zeitgenössische Oper heutzutage auf den Bühnen kaum eine Rolle spielt –, so hat die Oper doch nichts an Reiz, Lebendigkeit und Attraktion eingebüßt. Heute wie vor 400 Jahren lässt sie das Publikum Tränen vergießen, zischen, heftig debattieren oder in Begeisterungsstürme ausbrechen. In dieser Wirkungsmacht übertrifft sie jede andere Kunstform.
Minna, Mathilde und Cosima sind nur einige Namen von Frauen, die eine zentrale Rolle im Leben Richard Wagners gespielt haben. Eva Rieger entwirft unter dem Aspekt der Liebesbeziehungen ein neues Porträt des Künstlers. Anhand zahlreicher Originaldokumente schildert sie seine rastlose Suche nach der idealen Frau, bei welcher er Geborgenheit, Inspiration, Abenteuer und Erlösung zugleich suchte. Mit genauem Blick auf das Werk und die Beziehungen Wagners deckt die Autorin auf, wie die Frauen das unsterbliche Werk des Komponisten geprägt haben.
Während noch vor wenigen Jahrzehnten die Forschung auf dem Gebiet der Maschinendynamik hauptsächlich den Kolbenmaschinen galt, ist mittlerweile eine Akzentverschiebung zu den Maschinen mit ausschließlich rotierenden Teilen, wie Turbomaschinen und Elektro motoren eingetreten. Das hängt einmal damit zusammen, daß Gas turbinen, Turbopumpen, Turboverdichter und Elektromotoren Anwen dungsgebiete erobert haben, die früher Kolbenmaschinen vorbehalten waren. Außerdem sind durch das Bestreben, die Leistungsgewichte durch Drehzahlerhöhungen zu verringern, Probleme aufgetreten, wie beispiels weise Fragen der Laufstabilität, die früher ohne Bedeutung für die Praxis waren. Daher wurde die Forschung auf diesem Gebiet in den letzten Jahren intensiviert. In dieser Einführung in die Dynamik biegeelastischer Läufer haben wir versucht, die Fülle interessanter, oft sogar verblüffender Phänomene am einfachsten Rotormodell darzustellen. Wir haben uns auf die Behand lung des Laval-Läufers - der elastischen Welle mit aufgesetzter Scheibe - beschränkt, an dem sich bereits die wichtigsten Erscheinungen auf zeigen lassen. Da die Zahl der Freiheitsgrade niedrig ist, ist meist noch eine geschlossene Lösung der Bewegungsgleichungen möglich. Mit diesem Buch wenden wir uns an Studenten der Hochschulen und an Ingenieure in der Praxis. Wir hoffen, daß durch den sparsamen Ge brauch der höheren Mathematik das Verständnis auch dem Anfänger wesentlich erleichtert wird. Verbesserungsvorschläge und Hinweise auf Fehler nehmen wir gern entgegen.
Der Band enthalt die Vortrage einer Oldenburger Tagung der Kommission fur Lied-, Musik- und Tanzforschung in der Deutschen Gesellschaft fur Volkskunde, erganzt um Beitrage von Musikwissenschaftlern, Archivaren und Folkloristen aus Ostmitteleuropa."

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