Günter Schenk gilt als einer der besten Kenner deutscher und europäischer Karnevalsbräuche. Für seine zahlreichen Publikationen zur Geschichte und Entwicklung der Fastnacht wurde er 2011 mit dem Kulturpreis der Deutschen Fastnacht ausgezeichnet.
Die Erfindungen von Athanasius Kircher und Johann Philipp Kirnberger markieren die zeitlichen Eckpunkte des Zeitraumes, in dem Komponierkästchen, musikalische Automaten, Würfelspiele zur Erzeugung von Menuetten und Polonaisen, musikalische Farbenklaviere, Fantasiermaschinen u. a. Projekte entwickelt wurden. Sebastian Klotz analysiert diese Automaten, Tabellen, Kompositionshilfen und Würfelspiele und verdichtet seine Ergebnisse zu einer Geschichte der Formalisierung des Musikalischen. Indem Klotz das Operativwerden musikalischer Zeichen und die Auslagerung des musikalischen Denkakts in technische Medien aufeinander bezieht und durch eine Vielzahl von Abbildungen dokumentiert, kann er den vielfältigen Experimentierraum für die Musikgeschichte in grundlegender Weise erschließen.
Es dürfte wohl niemand vor bzw. außerhalb der "General Systems Theory" unserer Tage das Systemthema auf so allgemeiner Stufe und zugleich so ausführlich behandelt haben wie Lambert (1728-1777). Diese Ausgabe macht seine zentralen Lehrstücke zugänglich: Von der wissenschaftlichen Erkenntnis aus dem Neuen Organon (1764), die drei ersten Hauptstücke der Architectonic (1771) und das nachgelassene Fragment einer Systematologie.
Dieser Band umfaßt Kommentare und Materialien zu Georg Lukács' Spätwerk "Zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins". Neben wenig bekannten bzw. erstmals publizierten Texten Lukács' aus dem Umfeld seiner marxistischen Ontologie enthält er eine umfangreiche Korrespondenz mit dem deutschen Lektor Frank Benseler sowie eine Reihe von Einzeluntersuchungen renommierter Forscher, die die Perspektivenvielfalt des Lukácsschen Oeuvres und seine - selten gewürdigte - Aktualität bis heute aufzeigen.
English summary: This volume is a collection of texts written by Max Weber from 1900 to 1913 which focus on his structural analysis of agrarian and industrial capitalism as well as on his social policy located between state socialism and laissez-faire liberalism. In addition, the volume provides an insight into Max Weber's views on constitutional policy, which at that time were already strongly oriented towards a parliamentarization of the Reich's constitution. His support of resolutions on significant political issues at that time round off the picture. German description: Der Band versammelt Texte, die Max Weber in der Zeit von 1900 bis 1913 verfasste und die sich in erster Linie auf seine Strukturanalyse des Agrar- und Industriekapitalismus sowie auf seine sozialpolitische Position zwischen Staatssozialismus und Laissez-faire-Liberalismus beziehen. Daruber hinaus bietet der Band Einblicke in seine verfassungspolitischen Ansichten, die schon zu dieser Zeit an einer Parlamentisierung der Reichsverfassung orientiert waren. Seine Unterstutzung von Resolutionen zu wichtigen politischen Auseinandersetzungen rundet dieses Bild ab.
Seit bereits gut 50 Jahren geistern in der Philosophie die Thesen vom »Verschwinden des Menschen«, seiner »Auflösung« oder seinem »Ende« herum. Vom »Tod des Subjekts« ist immer wieder die Rede. Von Kant, Hegel und Marx bis zu Nietzsche, Heidegger, Adorno und Foucault etabliert sich eine philosophische Skepsis, die sich auf »den Menschen« bezieht und über ihn hinausweist. Dieses Buch klärt über die Hintergründe und Bedeutungen dieser als »postmodern« geltenden Postulate auf, ohne dabei in polemische Vorurteile zu verfallen. In den einzelnen Beiträgen werden die historisch einschlägigen Kritiken rekonstruiert, die sich gegen eine anthropologische Erhöhung oder Verabsolutierung »des Menschen« aussprechen. Zugleich bezieht der Band philosophisch Position gegen den aktuellen Trend einer Wiederbelebung naturalistischer Menschenbilder in Biowissenschaften und Hirnforschung.
Die ModernitAt der Bildhauerkunst Auguste Rodins wurde immer wieder als Zusammentreffen von GegensAtzen beschrieben: Die neuartige Darstellung des menschlichen KOrpers als lebendiger Organismus begegnet dem kalkulierten Einsatz des Fragments; der gesteigerte Kult um die bildhauerische OriginalitAt steht im Kontrast zur ReproduktibilitAt zahlreicher Plastiken. Doch wie sind diese SchauplAtze der Debatte um Rodins ModernitAt entstanden? Wie wurde das Werk des franzOsischen Bildhauers zur ikonischen >VerkOrperung Diese Studie verfolgt am Beispiel einiger exemplarischer SchlUsselmomente die Herausbildung eines vielstimmigen Diskurses, an dem Kunstkritiker wie Gustave Geffroy, Schriftsteller wie Rainer Maria Rilke, Philosophen wie Georg Simmel und Günther Anders sowie Kunsthistoriker wie Leo Steinberg und Rosalind Krauss mitgeschrieben haben. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen dabei die Argumentationsweisen, die theoretischen EinsAtze und die methodischen Vorgehensweisen der Autoren: Deren hOchst divergente ZugAnge zu dem Bildhauer und seinem Werk erstrecken sich von der Kunstkritik des Naturalismus und des Symbolismus Uber die Lebensphilosophie, die Soziologie um 1900, die philosophische Kulturkritik und die konservative Nachkriegskunstgeschichte bis zur amerikanischen Moderne- und Postmodernedebatte. In den Diskussionen um Rodin, in der jede neue LektUre frUhere Deutungen aufgreift, neu perspektiviert und dadurch umschreibt, begegnet der Leser einem dichten Netzwerk an EntwUrfen einer Moderne auf der Suche nach sich selbst. Dabei zeigt sich, dass die polaren GegensAtze seines Schaffens - Lebendigkeit und MaterialitAt, Original und Kopie, PrAsenz und ReprAsentation - seit den AnfAngen der Diskussionen in den 1870er-Jahren eng verflochten waren, als Momente einer immer schon ambivalenten Moderne.
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