A unique contribution to the understanding of social science, showing the implications of quantum physics for the nature of human society.
Eine Serie politischer Unwetter hat die Welt durcheinandergebracht. Die Instrumente, mit denen wir uns früher orientierten, funktionieren nicht mehr. Verstanden wir Politik lange als einen Zeitstrahl, der von einer lokalen Vergangenheit in eine globale Zukunft führen würde, realisieren wir nun, dass der Globus für unsere Globalisierungspläne zu klein ist. Der Weg in eine behütetere Vergangenheit erweist sich ebenfalls als Fiktion. Wir hängen in der Luft, der jähe Absturz droht. In dieser brisanten Situation gilt es zuallererst, wieder festen Boden unter den Füßen zu gewinnen und sich dann neu zu orientieren. Bruno Latour unternimmt den Versuch, die Landschaft des Politischen neu zu vermessen und unsere politischen Leidenschaften auf neue Gegenstände auszurichten. Jenseits überkommener Unterscheidungen wie links und rechts, fortschrittlich und reaktionär plädiert er für eine radikal materialistische Politik, die nicht nur den Produktionsprozess einbezieht, sondern auch die ökologischen Bedingungen unserer Existenz.
Im Februar 2014 liefert sich Alexander Wendt selbst in die Psychiatrie der Universität München ein. Der Grund: eine seit Jahren bestehende Depression. Als er die Klinik verlässt, weiß er, wie er mit seiner Krankheit umgehen kann. Er hat in der Therapie gelernt, das »Miststück« als Herausforderung anzunehmen, sie als lebenslange Begleitung zu akzeptieren, und – das ist der schwierigste Teil – sie zu erziehen, also nicht in die Opferrolle zu verfallen. Davon handelt dieses Buch: Von der Kunst, seiner Depression Grenzen zu setzen und ihr beizubringen, nicht das ganze Leben eines Depressiven zu besetzen und umzuformen. Gerade weil sie keine Strafe darstellt, sondern eine Störung der Hirnchemie, lässt sie sich auch aus dem Inneren heraus bekämpfen. Am besten übrigens, indem man sich über sie lustig macht. Durch Humor wird das Leben eines Depressiven nicht automatisch besser. Aber unterhaltsamer. »Ich rufe in der Notfallambulanz an, verhandle ein bisschen: Nein, ich könnte jetzt keinen Arzt sprechen, mir könnte auch keiner so einfach sagen, ob ein Bett frei ist. Aber ich könnte jederzeit in die Ambulanz kommen: ›Wir haben vierundzwanzig Stunden geöffnet.‹ Dann darf ich doch mit einem Arzt reden, er hört mir zu. Das Chalet Nußbaumstraße hat ein Bett frei und erwartet mich. Zur Feier des Vorabends trinke ich die letzte Flasche Wein. Am nächsten Tag bekomme ich mein Bett. In der Station liegt eine Mischung aus Heizungsluft, Lüftungsluft, Reinigungsmitteln, ein Geruch von Menschen sehr unterschiedlichen Alters, medikamentöse Ausdünstungen, ein Atem, der alle ermüdet und alle beruhigt. Hier will ich so schnell nicht weg.«
Zehn Jahre danach: Der Finanzcrash und seine dramatischen Folgen Als die US-Großbank Lehman Brothers im September 2008 zusammenbrach, war dies der Tiefpunkt der Banken- und Finanzkrise. Und obwohl der totale Kollaps der Weltwirtschaft damals verhindert wurde, ist die Finanzkrise noch lange nicht Geschichte, wie der britische Historiker Adam Tooze zeigt. Er schildert, wie es zu dieser Krise der Finanzmärkte kam und welche dramatischen Folgen sie bis heute hat. Denn nicht nur ist durch die Finanzkrise die Stabilität Europas ins Wanken geraten, sie hat auch das Vertrauen in die Kraft der globalen Wirtschaftsordnung erschüttert – und so zum Aufstieg der Populisten beigetragen.
Der vorliegende Band enthält eine Sammlung von Beiträgen zum Problem der Wechselwirkung zwischen Geist und Materie, einem der zentralen Probleme europäischer Geistesgeschichte. Die Blickwinkel, die dabei eingenommen werden, sind vorrangig die der Physik und der Psychologie. Die Wechselwirkung dieser Gebiete wird so deutlich wie nie zuvor im Dialog zwischen zwei Forscherpersön lichkeiten dieses Jahrhunderts sichtbar: dem Physiker Wolfgang Pauli (1900- 1958) und dem Psychologen Carl Gustav Jung (1875-1961). In zahlreichen Brie fen und Manuskripten Paulis, die erst in den letzten Jahren allgemein zugänglich wurden, finden sich bemerkenswerte und wichtige Beiträge zu diesem Dialog, die das Verständnis des Zusammenhanges von Geist und Materie in einem neuen Licht erscheinen lassen. Um den durch Pauli und Jung begonnenen Dialog fortzusetzen und weiter fruchtbar zu machen, ist das interdisziplinäre Gespräch zwischen Physikern und Psychologen nötig. Diesem Zweck diente eine von der Eidgenössischen Techni sehen Hochschule Zürich (der Hochschule, an der Pauli tätig war) und dem C.G.Jung-Institut Zürich (das Jung gegründet hat) gemeinsam veranstaltete Tagung im Centro Stefano Franscini (Monte Verita, Ascona) vom 13. bis 18. Juni 1993. Sie stand unter dem Thema Das Irrationale in den Naturwissenschaften: Wolf gang Paulis Begegnung mit dem Geist der Materie und wurde von Pier Luigi Luisi initiiert und organisiert. Als Berater fungierten Paul Brutsehe, Hans Primas und Eva Wertenschlag-Birkhäuser. Berichte und Kommentare zu dieser Tagung wurden in Heft 4/1993 der Zeitschrift Gaia veröffentlicht.
In seinem Essay untersucht Giorgio Agamben als Prozessbeobachter die bekannteste Gerichtsentscheidung der Menschheitsgeschichte. In der von Pontius Pilatus geleiteten Verhandlung über das Schicksal Jesu treten zwei elementare Prinzipien in Konflikt: Geschichte trifft auf Unendlichkeit, Urteil auf Heil. Von diesem folgenschweren Moment an steht die gesellschaftliche Ordnung im Bann der stets dräuenden Katastrophe ganz wie der zum Tode Verurteilte prophezeite, als er ausrief: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt".
Überwachen und Strafen Im Panoptikum, Jeremy Benthams idealem Gefängnis- und Erziehungsbau, werden die Delinquenten permanenter Überwachung durch einen Aufseher unterzogen, der im Mittelpunkt eines kreisförmigen Gebäudes sitzt. Aber zu welchem Zweck? Michel Foucault interpretierte in seinem Werk Überwachen und Strafen (1975) Benthams Bau als Prototyp für die latente Perversion bürgerlicher Aufklärung, die Schizophrenie eines Liberalismus, der stets das Gute will und stets das Böse schafft. Aber stimmt das wirklich? Die erste deutsche Übersetzung von Panoptikum offenbart die Aktualität von Benthams Gedankenwelt. Als Begründer des Utilitarismus und Anhänger des Wirtschaftsliberalismus war er davon überzeugt, dass der Kapitalismus der wahre Schlüssel zum Glück des Menschen ist - und nichts anderes als den Weg zum Glück wollte er mit dem Panoptikum jedem Menschen ebnen. Ebook-Version ohne Interview mit Michel Foucault.
Internationale Organisationen mit globaler oder regionaler Reichweite (z.B. UN, IWF, Weltbank, WTO, EU) spielen eine zunehmend wichtige Rolle bei der Schaffung und Implementierung von internationalen Normen und Regeln, mithin bei Global Governance. Die Sicherheit, das ökonomische Wohlergehen, der Schutz der Menschenrechte und die ökologischen Lebensbedingungen von Menschen weltweit werden von der Fähigkeit bzw. Unfähigkeit internationaler Organisationen, Kooperation und Regieren jenseits des Nationalstaates möglich zu machen und zu stabilisieren, beeinflusst. Das Lehrbuch will die Leserin bzw. den Leser daher theoretisch informiert und empirisch fundiert mit den Entstehungsbedingungen, der Entwicklung, Funktionsweise und den Tätigkeiten internationaler Organisationen vertraut machen. Es führt in die wichtigsten Theorien über internationale Organisationen ein und bietet einen historischen Überblick über internationale Organisationen in verschiedenen Politikfeldern. Das Lehrbuch analysiert ferner die Akteure, Strukturen und Prozesse, die die Entscheidungsfindung in internationalen Organisationen prägen. Schließlich werden die Tätigkeiten eines breiten Spektrums internationaler Organisationen und deren Beitrag zur kooperativen Bearbeitung grenzüberschreitender Probleme in den Sachbereichen „Sicherheit“, „Wirtschaft“, „Umwelt“ und „Menschenrechte“ untersucht.
A decade after the financial crisis, there is a growing consensus that economics has failed and needs to go back to the drawing board. David Orrell argues that it has been trying to solve the wrong problem all along. Economics sees itself as the science of scarcity. Instead, it should be the science of money (which plays a surprisingly small role in mainstream theory). And money is a substance that turns out to have a quantum nature of its own. Just as physicists learn about matter by studying the exchange of particles at the subatomic level, so economics should begin by analysing the nature of money-based transactions. Quantum Economics therefore starts with the meaning of the phrase ‘how much’ – or, to use the Latin word, quantum. From quantum physics to the dualistic properties of money, via the emerging areas of quantum finance and quantum cognition, this profoundly important book reveals that quantum economics is to neoclassical economics what quantum physics is to classical physics – a genuine turning point in our understanding.
Are there existing alternatives to corporate globalization? What are the prospects for and commonalities between communities and movements such as Occupy, the World Social Forum and alternative economies? Globalization Development and Social Justice advances the proposition that another globalization is not only possible, but already exists. It demonstrates that there are multiple pathways towards development with social justice and argues that enabling propositional agency, rather than oppositional agency such as resistance, is a more effective alternative to neoliberal globalization. El Khoury develops a theory of infraglobalization that emphasizes creative constitution, not just contestation, of global and local processes. The book features case studies and examples of diverse economic practice and innovative emergent political forms from the Global South and North. These case studies are located in the informal social economy and community development, as well as everyday practices, from prefigurative politics to community cooperatives and participatory planning. This book makes an important contribution to debates about the prospects for, and practices of, a transformative grassroots globalization, and to critical debates about globalization and development strategies. It will be of interest to students and scholars of international relations, globalization, social movement studies, political and economic geography, sociology, anthropology and development studies.
Erstmals liegt hier ein uberblick vor uber das, was man in den letzten drei Jahrzehnten in angelsachsischen Landern unter "Philosophie des Geistes" verstanden hat. Die Themen: (1) Wie kann man die kausale Rolle mentaler Phanomene in der kausal geschlossenen physischen Welt verstehen? Was ist die Beziehung zwischen Gehirn und Bewusstsein? (2) Was ist Intentionalitat? Was ist die Beziehung zwischen Sprache und Denken? (3) Was ist Bewusstsein und Selbstbewusstsein? Was sind die spezifischen Eigenschaften von Erlebnissen? Wie kann unsere subjektive Erlebnisperspektive ein Teil der objektiven Welt sein? (4) Was sind Personen? Welche Bedingungen muss ein Wesen erfullen, damit es unter diesen Begriff fallt?
It is not intuitive to accept that there exists a link between quantum physical systems and cognitive systems. However, recent research has shown that cognitive systems and collective (social) systems, including biology, exhibit uncertainty which can be successfully modelled with quantum probability. The use of such probability allows for the modelling of situations which typically violate the laws of classical probability. The Palgrave Handbook of Quantum Models in Social Science is is a unique volume that brings together contributions from leading experts on key topics in this new and emerging field. Completely self-contained, it begins with an introductory section which gathers all the fundamental notions required to be able to understand later chapters. The handbook then moves on to address some of the latest research and applications for quantum methods in social science disciplines, including economics, politics and psychology. It begins with the issue of how the quantum mechanical framework can be applied to economics. Chapters devoted to this topic range from how Fisher information can be argued to play a role in economics, to the foundations and application of quantum game theory. The handbook then progresses in considering how belief states can be updated with the theory of quantum measurements (and also with more general methods). The practical use of the Hilbert space (and Fock space) in decision theory is then introduced, and open quantum systems are also considered. The handbook also treats a model of neural oscillators that reproduces some of the features of quantum cognition. Other contributions delve into causal reasoning using quantum Bayes nets and the role of quantum probability in modelling so called affective evaluation. The handbook is rounded off with two chapters which discuss the grand challenges which lie ahead of us. How can the quantum formalism be justified in social science and is the traditional quantum formalism too restrictive? Finally, a question is posed: whether there is a necessary role for quantum mathematical models to go beyond physics. This book will bring the latest and most cutting edge research on quantum theory to social science disciplines. Students and researchers across the discipline, as well as those in the fields of physics and mathematics will welcome this important addition to the literature.
Haeckel, Ernst.
Die maßgeblichen Autoren der politischen Theorie der Gegenwart in 130 Einzelporträts.Mit einer systematischen Einleitung der Herausgeberin versehen, empfiehlt sich der Band als Einführung,Nachschlagewerk und Lesebuch für jeden politisch Interessierten. Die Einzeldarstellungen bieten einen ebenso fundierten wie gut verständlichen Überblick. Auf eine Kurzbiographie folgt die pointierte Darstellung von Werk und Wirkung. Eine Bibliographie mit Werkverzeichnis und der wichtigsten Sekundärliteratur erschließt weitere Quellen.
Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
Sie steigen in einen Aufzug, mit dem Sie noch nie zuvor gefahren sind. Wissen Sie, was Sie tun müssen, um nach oben zu kommen? Natürlich – und der Grund dafür sind die Analogien: Der Aufzug funktioniert wie alle anderen Aufzüge. Alles, was wir wissen, setzen wir in Beziehungen und schaffen es dadurch, Ähnlichkeiten zu entdecken, uns im Chaos der Welt zurechtzufinden. Diese Ähnlichkeiten machen wir uns täglich und meist ganz unbewusst im Umgang mit Neuem und Fremdem zunutze. Wie dieses Feuerwerk des Denkens »funktioniert«, das zeigen Douglas Hofstadter, brillanter Autor und Pulitzer-Preisträger, und der Psychologe Emmanuel Sander. Sie nehmen uns mit auf eine abenteuerliche Reise in die Welt der Sprache und des Geistes – und sie zeigen uns, warum Gedanken ohne Einfluss der Vergangenheit undenkbar sind. Ein inspirierendes Lesevergnügen!

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