What is the state of race relations in the U.S.? Are we making progress toward ending racial discrimination and prejudice? What, exactly, does "race" mean? In Race in the 21st Century: Ethnographic Approaches, Second Edition, John Hartigan, Jr., takes an anthropological look at such questions by introducing students to the study of race through qualitative methods. In the first text to take an explicitly ethnographic approach, Hartigan summarizes and explains the current state of social science knowledge on race in the U.S., motivating students to think through essential questions about race in relation to their own lives. In contrast with many texts, Race in the 21st Century focuses not on essential differences between racial or ethnic groups, but rather on the commonalities. Hartigan concentrates on the particular contexts in which people actively engage and respond to racial meanings and identities. In this way, he encourages readers to think critically about the meaning of race. The second edition of Race in the 21st Century features a new chapter, "Postracial America," which examines contentious arguments about whether or how race still matters in the U.S. today. It engages students fully in the important question of what "postracial America" might mean or look like.
Viel zu lange wurde Rassismus als reines Problem rechter Extremisten definiert. Doch die subtileren, nicht weniger gefährlichen Vorurteile finden sich dort, wo man am wenigsten mit ihnen rechnen würde – im Herzen der achtbaren Gesellschaft. Was bedeutet es, in einer Welt, in der Weißsein als die selbstverständliche Norm gilt, nicht weiß zu sein? Reni Eddo-Lodge spürt den historischen Wurzeln der Vorurteile nach, und zeigt unmissverständlich, dass die Ungleichbehandlung Weißer und Nicht-Weißer unseren Systemen seit Generationen eingeschrieben ist. Ob in Politik oder Popkultur – nicht nur in der europaweiten Angst vor Immigration, sondern auch in aufwogenden Protestwellen gegen eine schwarze Hermine oder einen dunkelhäutigen Stormtrooper wird klar: Diskriminierende Tendenzen werden nicht nur von offenen Rassisten, sondern auch von vermeintlich toleranten Menschen praktiziert. Um die Ungerechtigkeiten des strukturellen Rassismus herauszustellen und zu bekämpfen, müssen darum People of Color und Weiße gleichermaßen aktiv werden – »Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur uns.«
Krone der Schöpfung? Vor 100 000 Jahren war der Homo sapiens noch ein unbedeutendes Tier, das unauffällig in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents lebte. Unsere Vorfahren teilten sich den Planeten mit mindestens fünf weiteren menschlichen Spezies, und die Rolle, die sie im Ökosystem spielten, war nicht größer als die von Gorillas, Libellen oder Quallen. Vor 70 000 Jahren dann vollzog sich ein mysteriöser und rascher Wandel mit dem Homo sapiens, und es war vor allem die Beschaffenheit seines Gehirns, die ihn zum Herren des Planeten und zum Schrecken des Ökosystems werden ließ. Bis heute hat sich diese Vorherrschaft stetig zugespitzt: Der Mensch hat die Fähigkeit zu schöpferischem und zu zerstörerischem Handeln wie kein anderes Lebewesen. Anschaulich, unterhaltsam und stellenweise hochkomisch zeichnet Yuval Harari die Geschichte des Menschen nach und zeigt alle großen, aber auch alle ambivalenten Momente unserer Menschwerdung.
"Der in Uganda geborene Sohn indischer Einwanderer, heute Professor an der Columbia Universität in New York, schreibt über religiösen Fundamentalismus und seine politischen Auswirkungen. Er wendet sich gegen die Vorstellung vom "Clash of civilizations" zwischen dem Islam und dem Westen und schildert, wie die "Achse des Bösen" aus den von den US-Amerikanern geförderten antikommunistischen Stellvertreterkriegen nach der Niederlage in Vietnam entstand. In diesem Buch-protegiert von Edward Said-zeigt sich Mamdani als leidenschaftlicher Häretiker."
Die Wahl von Barack Obama im November 2008 markierte einen historischen Wendepunkt in den USA: Der erste schwarze Präsident schien für eine postrassistische Gesellschaft und den Triumph der Bürgerrechtsbewegung zu stehen. Doch die Realität in den USA ist eine andere. Obwohl die Rassentrennung, die in den sogenannten Jim-Crow-Gesetzen festgeschrieben war, im Zuge der Bürgerrechtsbewegung abgeschafft wurde, sitzt heute ein unfassbar hoher Anteil der schwarzen Bevölkerung im Gefängnis oder ist lebenslang als kriminell gebrandmarkt. Ein Status, der die Leute zu Bürgern zweiter Klasse macht, indem er sie ihrer grundsätzlichsten Rechte beraubt – ganz ähnlich den explizit rassistischen Diskriminierungen der Jim-Crow-Ära. In ihrem Buch, das in Amerika eine breite Debatte ausgelöst hat, argumentiert Michelle Alexander, dass die USA ihr rassistisches System nach der Bürgerrechtsbewegung nicht abgeschafft, sondern lediglich umgestaltet haben. Da unter dem perfiden Deckmantel des »War on Drugs« überproportional junge männliche Schwarze und ihre Communities kriminalisiert werden, funktioniert das drakonische Strafjustizsystem der USA heute wie das System rassistischer Kontrolle von gestern: ein neues Jim Crow.
The disproportionate criminalisation and incarceration of particular minority ethnic groups has long been observed, though much of the work in criminology has been dominated by a somewhat narrow debate. This debate has concerned itself with explaining this disproportionality in terms of structural inequalities and socio-economic disadvantage or discriminatory criminal justice processing. This book offers an accessible and innovative approach, including chapters on anti-Semitism, social cohesion in London, Bradford and Glasgow, as well as an exploration of policing Traveller communities. Incorporating current empirical research and new departures in methodology and theory, this book also draws on a range of contemporary issues such as policing terrorism, immigration detention and youth gangs. In offering minority perspectives on race, crime and justice and white inmate perspectives from the multicultural prison, the book emphasises contrasting and distinctive influences on constructing ethnic identities. It will be of interest to students studying courses in ethnicity, crime and justice.
Zum ersten Mal liegt die Dewey Decimal Classification (DDC) auf Deutsch vor. Die 1876 von Melvil Dewey begründete und international weit verbreitete Klassifikation wird von der Library of Congress seit über 80 Jahren angewendet und stellt für Bibliografien und Bibliothekskataloge im angloamerikanischen Raum das wichtigste Instrument zur Inhaltserschließung dar. Auch im World Wide Web ist die DDC die am häufigsten genutzte Universalklassifikation. Die Deutsche Bibliothek und die Fachhochschule Köln haben im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts die 2003 erschienene Standard Edition der DDC 22 übersetzt und damit die Grundlage für die Nutzung der DDC im deutschsprachigen Raum geschaffen. In vier Bänden verzeichnet die DDC in etwa 60.000 Hauptklassen das gesamte Weltwissen in einer hierarchisch gegliederten Form, ergänzt durch umfangreiche Hilfstafeln für alle geografischen, ethnografischen und sprachlichen Einheiten und ein alphabetisches Register mit etwa 80.000 Einträgen. Ab 2006 wird die Dewey-Dezimalklassifikation auch für die Deutsche Nationalbibliografie angewendet werden, schon jetzt bietet sie den sachlichen Zugang zu Millionen DDC-erschlossener Titel aus angloamerikanischen Fremddaten in deutschen Bibliotheken und ist die Grundlage für das Klassifizieren mit einem weltweit genutzten System.
Dieses auf vier Bände angelegte Werk ist eine Geschichte der "Institution Universität" in Europa von ihrer Entstehung im Mittelalter bis in die heutige Zeit und zugleich eine vergleichende Geschichte der europäischen Universitäten sowie der außereuropäischen Universitäten, die nach europäischem Muster gegründet worden sind. Es wird auf Initiative der europäischen Rektorenkonferenz (CRE), der über 500 wissenschaftliche Hochschulen in 27 europäischen Staaten angehören, von einem internationalen Komitee namhafter Wissenschaftler unter dem Vorsitz von Walter Rüegg (Schweiz) herausgegeben. Absicht dieses Gemeinschaftswerkes ist es, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Aufgaben, die Merkmale geistiger und institutioneller Identität, die Strukturen, Gestaltungen und Hauptprobleme der europäischen Universitäten in ihren geschichtlichen Grundlagen und Veränderungen, aber auch in ihren regionalen Unterschieden, auf dem heutigen Forschungsstand vergleichend und zusammenfassend darzustellen.
Kaum jemand außerhalb des universitären Rahmens weiß, dass das Aufgabenfeld der Ethnologie sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt hat und dass die Forschungen der Ethnologie sich nicht mehr nur auf z.B. die Südseeinseln beschränken, sondern auch die fremden Kulturen einschließen, die wir aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen nunmehr direkt in Europa finden. Dabei steht nicht nur das Kennenlernen dieser fremden Kulturen im Blickfeld der Ethnologie, sondern wegen der langen Beschäftigung mit fremden Kulturen kann sie auch Möglichkeiten aufzeigen, die zu einem verständnisvolleren Umgang zwischen Angehörigen unterschiedlicher Kulturen führen können. Doch wird diese Rolle der Ethnologie in der Öffentlichkeit noch kaum wahrgenommen. Die hier veröffentlichten Beiträge beschreiben zum einen, wie Ethnologie heute in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, zum anderen werden neue Aufgabenfelder aufgezeigt, in denen die Ethnologie stärker als bisher ihrer gesellschaftspolitischen Verpflichtung nachkommen sollte.

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