Why do some societies manage to control corruption so that it manifests itself only occasionally, while other societies remain systemically corrupt? This book is about how societies reach that point when integrity becomes the norm and corruption the exception in regard to how public affairs are run and public resources are allocated. It primarily asks what lessons we have learned from historical and contemporary experiences in developing corruption control, which can aid policy-makers and civil societies in steering and expediting this process. Few states now remain without either an anticorruption agency or an Ombudsman, yet no statistical evidence can be found that they actually induce progress. Using both historical and contemporary studies and easy to understand statistics, Alina Mungiu-Pippidi looks at how to diagnose, measure and change governance so that those entrusted with power and authority manage to defend public resources.
Nach 1989 waren Landkarten plötzlich nicht länger in Mode. Die Grenzen sollten geöffnet werden für Menschen, Güter, Kapital und Ideen. An die Stelle der alten Karten traten Graphiken, welche die ökonomische Verflechtung innerhalb der EU illustrierten. Heute erleben wir einen ideologischen Gezeitenwechsel: Wo die Mehrheit der Europäer noch vor einigen Jahren optimistisch auf die Globalisierung blickte, empfinden sie Migration und die Rückkehr der Geopolitik als Quelle der Unsicherheit. Ivan Krastev untersucht die Ursachen für diesen Wandel und erörtert, welche Formen die europäische Desintegration annehmen könnte. Ein Zerfall der EU, so Krastev, wäre eine Tragödie, die den Kontinent zu internationaler Bedeutungslosigkeit verurteilen würde.
English summary: This book integrates the problem of violence in societies in a larger historical and social science context, showing how economic and political behaviour are closely linked. Most societies limit violence by political manipulation of the economy to create privileged interests. Privileges limit the use of violence by powerful individuals, but hinder both economic and political development of such natural states . In contrast, modern societies are characterized by open access to economic and political organizations, thereby fostering political and economic competition (democracy and markets) and general development. Douglass C. North, John Joseph Wallis, and Barry R. Weingast provide a framework for understanding the two types of orders and show in which ways a number of countries have achieved the transition between them. German description: Alle Gesellschaften mussen sich mit der Moglichkeit wie der Realitat von Gewalt auseinandersetzen; sie tun das auf unterschiedliche Art. Douglass C. North, John Joseph Wallis und Barry R. Weingast stellen das Problem der Gewalt in einen grosseren sozialwissenschaftlichen und historischen Zusammenhang und zeigen, wie eng wirtschaftliches und politisches Verhalten verbunden sind. Die meisten aus der Geschichte bekannten Gesellschaften, von den Autoren als naturliche Staaten bezeichnet, begrenzen Gewaltanwendung vorbeugend, indem sie durch politische Einflussnahme auf die Wirtschaftstatigkeit privilegierte Interessen schaffen. Diese Privilegien reduzieren den Einsatz von Gewalt von Seiten machtiger Einzelner; es wird auf diese Weise jedoch die wirtschaftliche ebenso wie die politische Entwicklung solcher Staaten behindert. Denn fur die grosse Mehrheit der Nicht-Privilegierten ist der Zugang zu Politik und Wirtschaft dadurch beschrankt.Im Unterschied hierzu schaffen moderne Gesellschaften Zugangsfreiheit zu wirtschaftlichen und politischen Organisationen (Unternehmen, Markten, Parlamenten, hoheitlichen Einrichtungen) und fordern damit den politischen wie den wirtschaftlichen Wettbewerb und somit die gesellschaftliche Entwicklung. Das Buch bietet ein gedankliches Gerust zum Verstandnis der zwei Typen von Gesellschaftsordnungen, die es an historischen Beispielen von der romischen Antike bis ins 19. Jahrhundert veranschaulicht. Anhand dieses Konzepts wird erklart, wieso Gesellschaften mit Zugangsfreiheit sowohl politisch wie wirtschaftlich hoher entwickelt sind und auf welche Weise seit dem 19. Jahrhundert rund 25 Lander den Ubergang vom einen Typus zum anderen geschafft haben.
Internationale Friedensmissionen navigieren einen fundamentalen Zielkonflikt: einerseits gewaltsame Konflikte befrieden und gleichzeitig gute Regierungsführung fördern zu müssen. Wie diese Studie zeigt, führt mehr Aufwand für Peacekeeping keineswegs zu besserer Governance: Je robuster Missionen aufgestellt werden desto weniger gelingt ihnen die Förderung von Good Governance. Die Studie untersucht die Wirkungen internationaler Friedensmissionen auf Korruption in ihren Zielländern anhand ihrer Intrusivität. Der Autor stützt sich sowohl auf statistische Analysen als auch auf Fallstudien der Friedensmissionen in Sierra Leone, Côte D'Ivoire, Kosovo und Kroatien. Dabei zeigt er, dass intrusive Friedensmissionen Korruption eher befördern als einhegen. Demgegenüber sind Missionen mit begrenzten Peacekeeping-Mandaten eher geeignet, korrupte Praktiken einzuschränken, indem die Mission als unabhängiger Vermittler agiert und externe Ressourcenströme konditioniert.
When and to what extent external actors, especially the EU, contribute to induce legal and administrative changes and help domestic authorities address the disconnect between good governance standards and corrupt practices? Comparing external promotion of anti-corruption norms and provisions in civil administration, public finance management and public procurement in Turkey this book identifies the domestic conditions under which external actors can affect real-world outcomes. Providing a comprehensive, empirical account of Turkey's fight against corruption, the book's cross-sectoral analysis explores the power relations between major political actors and bureaucratic state elites, and examines how structural administrative factors filter external pressure for anti-corruption reforms and determine the prospects for institutional change in the Turkish public sector. This welcome addition to literature on Europeanisation and external good governance promotion makes an important contribution to the academic and policy debate regarding the "politics" of anti-corruption reforms in Turkey.
Der Klassiker - von sechs Wirtschaftsnobelpreisträgern empfohlen, eine Pflichtlektüre! Warum sind Nationen reich oder arm? Starökonom Daron Acemoglu und Harvard-Politologe James Robinson geben eine ebenso schlüssige wie eindrucksvolle Antwort auf diese grundlegende Frage. Anhand zahlreicher, faszinierender Fallbeispiele – von den Conquistadores über die Industrielle Revolution bis zum heutigen China, von Sierra Leone bis Kolumbien – zeigen sie, mit welcher Macht die Eliten mittels repressiver Institutionen sämtliche Regeln zu ihren Gunsten manipulieren - zum Schaden der vielen Einzelnen. Ein spannendes und faszinierendes Plädoyer dafür, dass Geschichte und Geographie kein Schicksal sind. Und ein überzeugendes Beispiel, dass die richtige Analyse der Vergangenheit neue Wege zum Verständnis unserer Gegenwart und neue Perspektiven für die Zukunft eröffnet. Ein provokatives, brillantes und einzigartiges Buch. »Dieses Buch werden unsere Ur-Ur-Urenkel in zweihundert Jahren noch lesen.« George Akerlof, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften »Eine absolut überzeugende Studie.« Gary S. Becker, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften »Ein wirklich wichtiges Buch.« Michael Spence, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften »Acemoglu und Robinson begeistern und regen zum Nachdenken an.« Robert Solow, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften »Ein wichtiges, unverzichtbares Werk.« Peter Diamond, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften »Ein wichtiger Beitrag zur Debatte, warum Staaten mit gleicher Vorrausetzung sich so wesentlich in wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen unterscheiden.« Kenneth J. Arrow, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften »Diese faktenreiche und ermutigende Streitschrift lehrt uns, dass die Geschichte glücklich enden kann, wenn ihr kein Mensch mehr als Versuchsobjekt dient.« Michael Holmes, NZZ am Sonntag »Anderthalb Jahrzehnte Arbeit eines Pools von Wissenschaftlern, auf 600 Seiten zusammengefasst durch zwei Forscher von Weltrang – und dies kommt heraus: eine Liebeserklärung an Institutionen, die im Sinne ihrer Bürger funktionieren. [...] bestechend.« Elisabeth von Thadden, Die Zeit »Sie werden von diesem Buch begeistert sein.« Jared Diamond, Pulitzer Preisträger und Autor der Weltbestseller »Kollaps« und »Arm und Reich« » Ein höchst lesenswertes Buch.« Francis Fukuyama, Autor des Bestsellers »Das Ende der Geschichte« »Ein phantastisches Buch. Acemoglu und Robinson gehen das wichtigste Problem der Sozialwissenschaften an – eine Frage, die führende Denker seit Jahrhunderten plagt – und liefern eine in ihrer Einfachheit und Wirkmächtigkeit brillante Antwort. Eine wunderbar lesbare Mischung aus Geschichte, Politikwissenschaft und Ökonomie, die unser Denken verändern wird. Pflichtlektüre.« Steven Levitt, Autor von »Freakonomics«
Why have so few countries managed to leave systematic corruption behind, while in many others modernization is still a mere façade? How do we escape the trap of corruption, to reach a governance system based on ethical universalism? In this unique book, Alina Mungiu-Pippidi and Michael Johnston lead a team of eminent researchers on an illuminating path towards deconstructing the few virtuous circles in contemporary governance. The book combines a solid theoretical framework with quantitative evidence and case studies from around the world. While extracting lessons to be learned from the success cases covered, Transitions to Good Governance avoids being prescriptive and successfully contributes to the understanding of virtuous circles in contemporary good governance.
Die partizipative Demokratie, also das Regieren gemeinsam mit der Zivilgesellschaft, ist ein Kernpunkt der europäischen Verfassung. Die Autorinnen untersuchen diesen Anspruch auf Bürgernähe empirisch, analysieren, auf welche Weise die zivilgesellschaftliche Einbindung tatsächlich erfolgt, und prüfen, inwieweit die politische Praxis das Qualitätsmerkmal "partizipative Demokratie" verdient.
Das Lehrbuch zeigt das Potenzial von Experimenten für die Politikwissenschaft auf, gibt eine erste Orientierung und Übersicht in den Bereich der experimentellen Politikwissenschaft und führt Studierende als auch Lehrende in deren sichere Anwendung ein. Denn die Anwendung experimenteller Methoden in der deutschen Politikwissenschaft wächst stetig. Umso verwunderlicher ist es, dass es zu deren Gebrauch bislang kein einführendes deutschsprachiges Werk gibt. Trotz einer zunehmenden Institutionalisierung und Etablierung eines eigenen experimentellen Forschungsstranges innerhalb der Politikwissenschaft steht eine Einführung und Systematisierung in diesem Methodenfeld noch weitestgehend aus.
Mit seinem Weltbestseller «Das Kapital im 21. Jahrhundert» hat Thomas Piketty eine heftige Kontroverse über die wachsende Ungleichheit in den westlichen Gesellschaften und deren Ursachen ausgelöst. Nun folgt der «World Inequality Report» – der gründlichste und aktuellste Bericht zur Lage der weltweiten Ungleichheit. Ein junges Team von Ökonomen, zu dem auch Piketty gehört, legt darin Fakten und Analysen vor, die ganz klar zeigen: Fast überall auf der Welt nimmt die Ungleichheit dramatisch zu. 1980 verdienten in den USA die unteren 50 Prozent der Lohnskala 21 Prozent des gesamten nationalen Einkommens, während das oberste 1 Prozent 11 Prozent des gesamten Einkommens mit nach Hause nahm. Doch dieser gewaltige Spagat hat sich heute sogar noch umgekehrt: Während die untersten 50 Prozent nur noch 13 Prozent des Einkommens nach Hause bringen, sichert sich das oberste 1 Prozent mehr als 20 Prozent des gesamten Einkommens. Diesen Trend zunehmender ökonomischer Ungleichheit gibt es nicht nur in den USA, sondern nahezu überall auf der Welt. Er wirkt wie eine bedrohliche kapitalistische Urgewalt, gegen die sich im Zeitalter von Globalisierung und Beschleunigung nichts ausrichten lässt. Der «World Inequality Report» zeigt, dass dies nicht stimmt. Wir können und müssen etwas gegen diesen Trend unternehmen – und eine starke Demokratie mit klaren Spielregeln für die Marktwirtschaft kann dies bewirken.
Wir wissen, was an der Globalisierung faul ist. Joseph Stiglitz sagt uns, wie sie funktionieren kann. Der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz kehrt mit diesem Buch zurück zu den Fragen seines Bestsellers »Die Schatten der Globalisierung«. Er untersucht, welche Veränderungen die Weltwirtschaftsordnung in den letzten Jahren erlebt hat und erläutert die großen politischen Herausforderungen, vor denen wir heute stehen. Vor allem entwickelt er seine Vision einer gerechteren Zukunft und zeigt konkrete Wege aus der Globalisierungsfalle auf. Der weltweite Wohlstand nimmt infolge der Globalisierung zwar insgesamt zu, doch auch das Gefälle zwischen Reich und Arm wird immer größer. Seitdem Stiglitz mit seinem Bestseller „Die Schatten der Globalisierung“ für Furore sorgte, hat sich das Bewusstsein für dieses Ungleichgewicht und für die Gefahren sozialer Ungerechtigkeit geschärft. Doch den zahlreichen Bekenntnissen für eine gerechtere Welt müssen nun politische Taten folgen. An diesem Punkt setzt das neue Buch des Wirtschaftsnobelpreisträgers an. Auf der Grundlage seiner wissenschaftlichen Forschung und seiner Erfahrungen in der politischen Praxis zeigt Stiglitz, wie die Chancen für positive Veränderungen, die in der fortschreitenden Globalisierung liegen, genutzt werden können. Dabei spricht er zahlreiche Themen an, die uns in Europa, in den USA aber auch in den sich entwickelnden Ländern auf den Nägeln brennen. Ob es um weltweites Outsourcing geht oder um Energieprobleme, die notwenige Reform des weltweiten Währungssystems oder die Kontrolle transnationaler Konzerne – stets behält Stiglitz das Machbare im Auge. Joseph Stiglitz ist Nobelpreisträger und auch hierzulande ein gefragter Autor.
Mit dem Beginn des 21. Jahrhunderts stehen weitere dramatische Umwälzungen in Wirtschaft und Gesellschaft an der Tagesordnung. Der Bericht untersucht Chancen und Risiken wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und technologischer Natur.
Demokratien sind aufgrund ihrer voraussetzungsvollen partizipativen Entscheidungsstrukturen in besonderer Weise durch Korruption gefährdet. Die Beeinträchtigung der Demokratie erfolgt nicht nur faktisch als Handlung, sondern ebenso durch eine spezifische Art der öffentlichen Auseinandersetzung damit, etwa in Printmedien, und dem Umgang der politischen Elite mit Antikorruptionsregelungen. Tina Olteanu untersucht diese demokratiegefährdenden Aspekte des Umgangs mit Korruption für die Länder Österreich und Rumänien empirisch und verortet sie demokratietheoretisch.
English summary: It is Oliver E. Williamson's theory that people behave rationally to a limited extent only and tend to act in their own interests. He shows how post-contractual problems can arise within the framework of relationship-specific dealings, which are subject to a great deal of environmental uncertainty and require specific investments. In order to cope with these problems, capitalist economic systems provide numerous institutions and coordination mechanisms whose efficiency is examined.Williamson studies economic transactions from an economic, legal and organizational perspective. He differentiates between the individual frequency. In doing so, he assigns the most efficient, i.e. the most cost-effective form of coordination to each type of transaction. The structuring, the monitoring of corporations and issues in antitrust law) as well as highly significant empirical evidence attest to its practical importance. German description: Oliver E. Williamson geht von der Annahme aus, dass Menschen sich nur in begrenztem Masse rational verhalten und dazu neigen, im Eigeninteresse zu handeln. Er zeigt, wie es im Rahmen von Leistungsbeziehungen, die einer hohen Umweltunsicherheit unterliegen und spezifische Investitionen erfordern, zu nachvertraglichen Problemen kommt. Kapitalistische Wirtschaftssysteme stellen fur die Bewaltigung dieser Probleme zahlreiche Institutionen bzw. Koordinationsmechanismen zur Verfugung, die auf ihre Effizienz untersucht werden.Wirtschaftliche Leistungsbeziehungen (Transaktionen) werden aus okonomischer, rechtlicher und organisatorischer Sicht untersucht. Die einzelnen Transaktionen werden nach den Kriterien Spezifitat, Unsicherheit, Komplexitat und Haufigkeit unterschieden. Jedem Transaktionstyp wird dabei die effizienteste, d.h. kostengunstigste Koordinationsform zugeordnet. Den hohen praktischen Stellenwert dieser Vorgehensweise beweisen die zahlreichen Anwendungsmoglichkeiten (Vertikale Integration, Unternehmensstrukturierung, Kontrolle in Aktiengesellschaften und kartellrechtliche Fragestellungen) sowie hochsignifikante empirische Befunde.Die deutsche Ubersetzung der erfolgreichen amerikanischen Originalausgabe wendet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an Praktiker, die an einer Integration von okonomischen, rechtlichen und organisatorischen Fragestellungen interessiert sind.

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