Pulp waren die Helden des Britpops, und niemand stolperte 1995 so schlaksig durch seine unverhoffte Berühmtheit wie ihr Sänger Jarvis Cocker. In Großbritannien gilt er heute als „national treasure“: cool, stylish, charming. Doch es war ein langer Weg dorthin. Geboren im trostlosen Sheffield, gerademal untere Mittelschicht, hatte die Gründung von Pulp 1979 fast schon etwas Trotziges. Entsprechend düster waren die ersten Alben, bis sich schließlich mit der Single „Common People“ alles änderte. Nie zuvor hatte jemand die Welt zwischen Kunsthochschule, rich kids, Klassenkampf und sexueller Freizügigkeit so auf den Punkt gebracht und damit die Charts gestürmt. In „Mother Brother Lover“ hat Jarvis Cocker seine Songtexte aus 25 Jahren zusammengestellt, sie erzählen seine Geschichte, eine Geschichte von Aufstieg und Fall, von Sex und unmöglicher Liebe, von Widersprüchen und Verhältnissen, die bis zu diesem Zeitpunkt jenseits der Glitzerwelt des Pop lagen.
Charlie Johnson ist Kriegsjournalist. Während des Bürgerkriegs in Jugoslawien wird eine unschuldige Zivilistin brutal ermordet. Beim Versuch, die Frau zu retten, erleidet Charlie selbst schwere Verbrennungen und ein psychisches Trauma. Nach seiner Genesung nimmt er sich vor, in Zukunft ehrlich zu sich selbst zu sein: Er trennt sich von seiner Ehefrau, gibt seine Stelle auf und macht sich alleine auf die Suche nach dem Mörder der Frau. Spannender, in der Tradition der Moderne nüchtern und unspektakulär geschriebener, in die Tiefe gehender Roman von Michael Ignatieff (BA 12/89; 10/92; 1/95; 7/95): voller Aktualität, über Kriege, Brutalität und Kaltblütigkeit in der Welt, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, wie man selbst damit umgeht sowie mit der ungelösten Frage des "Warum". Sehr zu empfehlen.
Miss Daisy in New York. Daisy Dalrymple reist mit ihrem frischgebackenen Ehemann Alec Fletcher von Scotland Yard nach Amerika. Im berühmten Chelsea Hotel in New York freundet Daisy sich mit einigen skurrilen Hotelgästen an. Bei einem Treffen mit dem Herausgeber des Magazins, für das sie schreibt, hört sie plötzlich einen Schuss – ein Reporter ist tot, doch der Täter kann entkommen. Mit ihren neuen Freunden mischt Daisy sich in die Ermittlungen ein. Eine Spur zum Mörder führt sie quer durch das Amerika der Roaring Twenties. Ein Kriminalfall aus den Goldenen Zwanzigern voll skurriler Figuren.
Ein berührender Kinderroman der Erfolgsautorin Liz Kessler über eine außergewöhnliche Freundschaft und eine Zeitreise, die alles verändert Mit niemandem kann man so gut kichern wie mit Juli, so gut über kleine Brüder lästern und schräge Abenteuer erleben. Juli ist einfach ihre allerbeste Freundin und wird es auch bleiben – für immer und ewig. Das weiß Jenny genau. Doch dann passiert etwas Unerklärliches: Der alte Fahrstuhl bringt Jenny nicht in den ersten Stock zu Juli, sondern ein Jahr weiter in die Zukunft. Und hier entdeckt sie, dass inzwischen ein Schatten über die sonnige Freundschaft der Mädchen gefallen ist. Zurück in der Gegenwart, will Juli ihr die Sache mit der Zeitreise natürlich nicht glauben. Lachend schlägt diese alle Warnungen in den Wind. Also bleibt Jenny nichts anderes übrig: Sie krempelt die Ärmel hoch und nimmt das Schicksal allein in die Hand. Wird sie es schaffen, in die Vergangenheit zu reisen und die Weichen anders zu stellen? Und wird sie ihre wunderbare Freundschaft zu Juli retten können?
In this German language edition of 24 Stories for Advent, captivating short stories make each day of Advent a special treat and ones children will look forward to as they count down to Christmas.
Die Untoten sind zurück: Im Osteuropa des 17. Jahrhunderts regen sich mitten im kleinen Dorf Chust, jenseits der Wälder, die Toten, um ihre zurückgelassenen Angehörigen heimzusuchen. Peter und sein alkoholkranker Vater sind nach jahrelanger Wanderschaft in dieses Dorf gekommen, um dort als Holzfäller ihr Brot zu verdienen. Das Dorf wird von Anna der Dorfältesten beherrscht, und sie beide sind ungern gesehene Fremde. Peter spürt das nahende Unheil, ohne sich einen Reim darauf zu machen. Erst dank der Begegnung mit dem Zigeunermädchen Sofia und ihrem Clan beginnt er, langsam zu verstehen. Im letzten Moment löst sich auch sein Vater vom Alkohol und gemeinsam gelingt es ihnen, die Untoten zu überwältigen und das Dorf zu erlösen. Der packende Schauerroman, in einfachen und kurzen Sätzen geschrieben, versteht es ausgezeichnet ,die eisige und düstere Stimmung eines im tiefsten Osten gelegenen Landstrichs, umgeben von unendlichen Wäldern, zu beschreiben. Für Jugendliche, die gerne Fantasy lesen, ohne einen dicken Wälzer in Angriff nehmen zu müssen, ist dieser Roman bestes Lesefutter. Ab 12 Jahren, ****, Elisabeth Tschudi-Moser.
Eine kunstsinnige Schabe legt sich im modernden Regenwaldboden mit dem Heer der Blattschneiderameisen an; mit einer kurzen Schabenkunde.

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