Points the way toward a world in which we might feel more connected to and responsible for each other.
Der Band vereinigt theoretische Analysen und empirische Befunde zur Bedeutung der Konzepte ,Bürgergesellschaft' und ,soziales Kapital' für die Lokale Politikforschung. Zum einen geht es um die Frage, inwiefern sich aus den seit geraumer Weile diskutierten bürgergesellschaftlichen Leitbildern und den Forschungen zur demokratietheoretischen Bedeutung von sozialen Netzwerken gehaltvolle Einsichten für eine Neubestimmung der Rolle lokaler Politik gewinnen lassen. Zum anderen werden die Möglichkeiten eines lokalen Managements von Bürgerbeteiligung und -aktivierung thematisiert. Neben kommunitaristischen und diskurstheoretischen Lesearten der Bürgergesellschaft dient v.a. der Sozialkapital-Ansatz Robert Putnams als theoretischer Bezugspunkt der Beiträge. Vor diesem Hintergrund werden umfassende Modernisierungsbestrebungen der deutschen Kommunen (,Bürgerkommune') ebenso diskutiert wie lokale Projekte zur Beförderung sozialer Inklusion (,Soziale Stadt').
Dieser Band vereint die bedeutendsten Ansätze zur Ritualforschung in einem Band und bringt zum ersten Mal in deutscher Sprache die wichtigsten Beiträge aus dem neuen Forschungsgebiet 'Ritual Studies' zusammen. Über zwanzig Artikel werden in zwei Kategorien aufgeteilt: 'Allgemeine Ritualtheorien' und 'Konkrete Studien zum Ritual in Kultur und Gesellschaft'. Im allgemeinen Teil finden sich neben Klassikern der Ritualforschung wie Clifford Geertz, Victor Turner, Mary Douglas und Erving Goffman auch neuere Autoren wie z.B. der amerikanische Soziologe Albert Bergesen mit seiner Theorie der 'Rituellen Ordnung' (ein Originalbeitrag zu diesem Band), Catherine Bell mit der epistemologischen Theorie der 'Ritualkonstruktion', Caroline Humphrey and James Laidlaw mit der Theorie der 'Rituellen Einstellung' und die umfassende Analyse des Rituals von Jan Platvoet. Im zweiten Teil finden sich Artikel über rituelles Handeln in verschiedenen Bereichen von Kultur und Gesellschaft wie Politik, Psychotherapie, Kunst, Sport, Medien, Literatur, Theater, Recht und Feminismus. Die Herausgeber stellen den Artikeln eine umfassende Einführung in das Gebiet der Ritualforschung voran. Das Buch ist als Handbuch der Ritualforschung für Fachleute und als Basistext für alle, die das Phänomen des Rituals in Religion, Kultur und Gesellschaft näher kennenlernen wollen, konzipiert.
Bei einem ihrer Spaziergänge durch Kairo wird sich Nora Amin unvermittelt bewusst, was es bedeutet, sich als Frau im öffentlichen Raum zu bewegen. Sie versteht plötzlich, was sie mit ihrem Körper repräsentiert, sie begreift die ewige Faszination durch den weiblichen Körper, und wie er von je durch Gewalt und Dominanz sozial zugerichtet wird, wie er mit Vorurteilen, Verachtung und Angst belegt ist. Ihre Gedanken bündelt sie in diesem leidenschaftlichen politischen Essay, in dem sie über die Rolle der Frau in arabischen Gesellschaften hinaus über Privatheit, Intimität und Körperlichkeit reflektiert. Überraschende, teilweise erschreckende Erinnerungen an traumatische Ereignisse auf dem Tahrir-Platz durchziehen diesen originellen und intensiven Text ebenso wie Erinnerungen an die Kindheit bis hin zu ihren Erfahrungen als Frau in westlichen Gesellschaften.
Das Buch beschäftigt sich mit dem Verhältnis der "Agenda 21"-Diskussion auf lokaler, nationaler und globaler Ebene und den Unterschieden lokaler "Agenda 21"-Prozesse sowie Gründen und Implikationen dieser Unterschiede.
Mörderische ethnische Säuberungen sind, so die zentrale These Michael Manns in diesem Buch, die dunkle Seite der Demokratie. Ethnische Säuberungen haben sich nicht nur gemeinsam mit dem Prozess der Demokratisierung ausgebreitet, vielmehr haftet dem demokratischen Nationalstaat selbst ein organizistischer Nationalismus an, der danach strebt, demos und ethnos, Staatsvolk und Abstammungsgemeinschaft, deckungsgleich zu machen - wenn nötig mit Gewalt. Michael Mann, Professor für Soziologie an der University of California in Los Angeles, hat eine umfassende Studie des Phänomens der ethnischen Säuberung verfasst, die schon als dichte Beschreibung der wichtigsten Fälle - des Siedlerkolonialismus in Nordamerika, des Massenmordes an den Armeniern, der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik, der kommunistischen Gewalt unter Stalin, Mao und Pol Pot, des ethnischen Bürgerkriegs in Jugoslawien, des Genozids in Ruanda - beeindruckt. Die historisch-soziologische Analyse zielt darauf ab, anhand dieser empirischen Daten systematische Erkenntnisse und theoretische Erklärungen herauszuarbeiten. So fragt Michael Mann, wann es zu einer mörderischen ethnischen Säuberung kommt und wann nicht. Wo und wann treten organizistische Vorstellungen von Demokratie auf und wo werden sie gefährlich? Wer sind die Täter und was lässt sie zu Tätern werden, wie normal und gewöhnlich sind sie? Michael Mann nutzt die in seiner Geschichte der Macht destillierte Theorie der Entstehung des modernen Nationalstaats, um ethnische Säuberungen als Entwicklungstendenz der Moderne zu deuten. Gegen eine naive Idealisierung der Demokratie stellt er fest, dass demokratisch verfasste Nationalstaaten auf den Gräbern ethnisch gesäuberter Gebiete errichtet worden sind, und prophezeit, dass zumindest auf der Südhalbkugel der Erde dieser Prozess der Errichtung ethnisch homogener Staaten noch nicht abgeschlossen ist. Seine Analyse bietet jedoch auch historische Gegenbeispiele, wie etwa.
»Volkseigene Körper« ist die erste deutschsprachige Monografie zur Untersuchung der doktrinären und oppositionellen Choreographien in Ostdeutschland. Der frühere Tänzer und Dramaturg (Tanzbühne Leipzig) Jens Richard Giersdorf verbindet Archivrecherchen, critical theory, Interviews und persönliche Berichte mit tanzwissenschaftlichen Analysen unterschiedlicher Performances (individuelle Improvisationen, Massenbewegungen, Volks- und Gesellschaftstänze sowie Bühnenchoreografien). Die Studie schließt damit eine Lücke in der Tanzgeschichtsschreibung und stellt zugleich tanzwissenschaftliche Modelle zum kritischen Verständnis von Phänomenen wie nationaler Identität, Ideologie, Widerstand, Diaspora, Verkörperung und künstlerischer Moderne vor.
Diese Ausgabe wurde mit einem funktionalen Layout erstellt und sorgfältig formatiert. Aus dem Buch: "Die notwendige Richtung aufs Extreme, als welche in philosophischen Untersuchungen die Norm der Begriffsbildung gibt, hat für eine Darstellung vom Ursprung des deutschen Barocktrauerspiels zweierlei zu besagen. Erstens weist sie die Forschung an, unbefangen die Breite des Stoffes ins Auge zu fassen. Angesichts der ohnedies nicht allzu großen Fülle der dramatischen Produktion, soll ihr Anliegen nicht darin bestehen, in ihm, wie die Literaturgeschichte mit Recht dies täte, nach Schulen der Dichter, Epochen des œuvres, Schichten der Einzelwerke zu suchen." Walter Benjamin (1892-1940) war ein deutscher Philosoph, Kulturkritiker und Übersetzer der Werke von Honoré de Balzac, Charles Baudelaire und Marcel Proust. Als undogmatisch positionierter Denker und durch die enge Freundschaft zu u. a. Theodor W. Adorno kann er zum assoziierten Wirkungskreis der Frankfurter Schule gerechnet werden.
»Ethnische Säuberungen« wurden nicht nur von Diktatoren, sondern auch von demokratisch gewählten Politikern veranlasst. Sie sind vor allem eine Folge des modernen Nationalismus und der Nationalstaatsbildung im 19. und 20. Jahrhundert. Dieses Buch bietet grundlegende Einsichten in eines der dunkelsten Kapitel des modernen Europa. Es befasst sich mit den Voraussetzungen »ethnischer Säuberungen« ebenso wie mit den Perioden und den verantwortlichen Akteuren von Flucht, Vertreibung, Zwangsaussiedlung und Deportation. Dabei beschränkt es sich nicht auf Osteuropa, sondern beleuchtet auch die Rolle der westlichen Großmächte. Der Autor spannt einen weiten thematischen Bogen von den Balkankriegen am Vorabend des Ersten Weltkriegs über die »ethnischen Säuberungen« während und infolge des Zweiten Weltkrieges bis zu den Bürgerkriegen im ehemaligen Jugoslawien und im Kaukasus der 1990er Jahre.
Der Band stellt die relationale Soziologie als einen innovativen Theorie- und Forschungsansatz für aktuelle soziologische Diskussionen vor. Allgemein geht es der relationalen Soziologie um die theoretische Modellierung und empirische Analyse von sozialen Netzwerken als sozio-kulturelle Formationen – Netzwerkstruktur wird als verwoben mit kulturellen Mustern gedacht. Die internationalen Beiträge des Bandes zeigen theoretische und empirische Richtungen auf, mit denen der reine Strukturalismus der Netzwerkforschung überwunden werden kann. Dabei wird die Netzwerkforschung u.a. mit der Systemtheorie, der Soziologie der Konventionen und der Akteur-Netzwerk-Theorie in fruchtbare Verbindung gebracht. Mit Beiträgen von Harrison White, Roger Häußling, Ronald L. Breiger, Stephan Fuchs, Dirk Baecker, Sophie Mützel, Jan A. Fuhse, Athanasios Karafillidis, Boris Holzer, Christian Stegbauer, Patrick Aspers, Rainer Diaz-Bone, John Levi Martin und Monica Lee.
Die Architektur der Märkte fasst grundlegende Schriften Neil Fligsteins aus verschiedenen Arbeitsphasen zusammen, in denen er eine wirtschaftssoziologische Sicht auf kapitalistische Gesellschaften entwickelt hat. Fligstein hat mit der These von der sozialen Konstruktion oder Architektur von Märkten auf die Bedeutung des Staates und der modernen Unternehmen aufmerksam gemacht und die institutionelle Rahmung des Wirtschaftslebens in den Mittelpunkt gerückt. Der Band hat nach seinem Erscheinen für große Aufmerksamkeit gesorgt und gilt zu Recht als eine der wegweisenden Aufsatzsammlungen der neueren Wirtschaftssoziologie.

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